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Flickarbeiten in den Sommerferien

Der Thuner Gemeinderat hat die Seefeldschule zuoberst auf seine Prioritätenliste gesetzt. Noch in den kommenden Sommerferien sind diverse Unterhaltsarbeiten am Schulhaus geplant. Und: Der Gemeinderat will den Fall intern aufrollen.

Hier sind Massnahmen geplant: Die Eingangstür soll künftig nach aussen hin geöffnet werden. Die Fassade wird geflickt und gestrichen.
Hier sind Massnahmen geplant: Die Eingangstür soll künftig nach aussen hin geöffnet werden. Die Fassade wird geflickt und gestrichen.
Patric Spahni
Auch hier wird geflickt: Die Fassade auf der Gartenseite soll repariert  und gestrichen werden. Die Tür wird gerichtet und allenfalls ersetzt.
Auch hier wird geflickt: Die Fassade auf der Gartenseite soll repariert und gestrichen werden. Die Tür wird gerichtet und allenfalls ersetzt.
Patric Spahni
Neue Spielgeräte: Die defekte Schaukel und die alte  Rutschbahn werden ebenfalls ersetzt.
Neue Spielgeräte: Die defekte Schaukel und die alte Rutschbahn werden ebenfalls ersetzt.
Patric Spahni
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«Der Gemeinderat bedauert die schwierige Schulraumsituation im Seefeld», schreibt die Stadt in einer am Montag versandten Medienmitteilung. Es sei ihr deshalb ein grosses Anliegen, den Zustand der Schule zu verbessern. Dazu gehörten neben den bereits erledigten Arbeiten weitere Sofortmassnahmen, welche in den kom­menden Sommerferien ergriffen werden sollen.

Kein Platz im Gymer-Pavillon

Die Stadt hat sich auf Wunsch der Eltern in den letzten Tagen auch mit dem Kanton in Verbindung gesetzt, um zu prüfen, ob die Primarschule Seefeld vorübergehend in den Räumen oder im neu erstellen Provisorium des Gymnasiums gegenüber untergebracht werden könnte: «Leider besteht dazu keine Möglichkeit», teilt nun die Stadt mit.

Hingegen prüft die Stadt derzeit als Zwischenlösung eine Ersatz-Containerlösung am jetzigen Standort oder einen Umzug des Kindergartens und der Schule Seefeld in die Baracke an die Schubertstrasse 10. Entsprechende Mittel für Letzteres seien bereits im Aufgaben- und Finanzplan eingestellt.

«Allerdings gilt es zu berücksichtigen, dass sich dieses Gebäude in einem ähnlichen Zustand befindet wie jenes an der Äusseren Ringstrasse», schreibt die Stadt in einem Brief an die Eltern, welchen sie ebenfalls am Montag versandte und der Antworten auf Fragen enthält, welche die Eltern schriftlich gestellt hatten.

Kanton entscheidet erst 2018

«Leider ist der Kanton mit seinen Standortüberlegungen in Sachen Gymnasium noch nicht so weit, wie wir uns das wünschen würden», erklärte Stadtpräsident Raphael Lanz den Grund, weshalb eine definitive Lösung noch auf sich warten lässt. «Der Kanton wird wohl erst Anfang 2018 bekannt geben, ob und wann er am Standort Schadau einen Neubau realisieren oder den Standort Seefeld sanieren will.»

Die Stadt hat seit längerem die Absicht, mit der Schule Seefeld in die allenfalls frei werdenden Räumlichkeiten zu ziehen. Gemäss heutigen Erkenntnissen wird dies aber frühstens 2025 der Fall sein.

Der Gemeinderat hat ebenfalls auf Druck der Eltern ein Schadstoffgutachten in Auftrag gegeben. «Die Resultate sind in den nächsten Wochen zu erwarten», erklärt die Stadt, die den Eltern gleichzeitig mitteilt, dass den ­zuständigen Hauswarten kein Schimmelproblem in der über 40-jährigen Baracke bekannt sei.

«Es sind Fehler passiert»

Auf die Frage, ob das gestrige Versanddatum der Medienmitteilung und der Unterlagen an die Eltern bewusst auf das Datum des zweiten Elternabends gelegt worden sei, meinte Raphael Lanz: «Wir wollten die Eltern und die Öffentlichkeit nach der Beschlussfassung letzten Freitag so rasch wie möglich informieren.» So gesehen sei das Zusammentreffen der Daten eigentlich ideal: «Auf diese Weise konnten wir gleich im Vorfeld alle Fragen, die eventuell am Elternabend wieder ein Thema geworden wären, beantworten.»

Der Stadtpräsident gibt aber unumwunden zu, dass in der Vergangenheit Fehler passiert seien: «Wenn ich sehe, wie sich die Schule derzeit präsentiert, ist wahrscheinlich nicht alles optimal gelaufen.» Deshalb habe der Gemeinderat nun eine interne Aufarbeitung des Falls angeordnet, welche allfällige Versäumnisse aufzeigen und das Zusammenwirken der verschiedenen Stellen innerhalb der Stadtverwaltung, aber auch im Umgang mit externen Stellen beleuchten solle.

«Es geht uns aber dabei nicht darum, Schuldige zu finden, sondern unsere Lehren aus den Vorkommnissen zu ziehen.» Damit dies gelingt, sollen die Ergebnisse von einer unabhängigen Stelle überprüft werden. Wer diese Aufgabe übernehmen werde, konnte Raphael Lanz am Montag noch nicht sagen: «Wir sind mit jemandem im Gespräch, der Auftrag ist aber noch nicht erteilt.»

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