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Miteinander der Generationen wird gestärkt

Die Stadt Thun will den Austausch der Generationen stärken und das Miteinander fördern. Dafür unterstützt der Gemeinderat den Verein «Und – das Generationentandem» neu finanziell.

Gemeinderat Peter Siegenthaler (SP), Vreni von Känel, Elias Rüegsegger, beide von «und - das Generationentandem», und Heiner Bregulla, bisheriger Präsident des Seniorenrates (v.l.).
Gemeinderat Peter Siegenthaler (SP), Vreni von Känel, Elias Rüegsegger, beide von «und - das Generationentandem», und Heiner Bregulla, bisheriger Präsident des Seniorenrates (v.l.).
Andreas Tschopp

«Wir stehen am Ende einer Etappe und begeben uns auf einen neuen Weg», erklärte Gemeinderat Peter Siegenthaler (SP), Vorsteher der Direktion Sicherheit und Soziales, am Dienstag im Rathaus Thun vor den Medien. Thema war, wie der Gemeinderat das Miteinander der Generationen zu fördern gedenkt.

Bevor dies erläutert wurde, blickte Siegenthaler zurück auf «intensive Zeiten» mit dem Seniorenrat. Er wolle «nicht die Schuld verteilen», warum dieser sein Ende gefunden habe, sagte der Thuner Sozialvorsteher. Er betonte, dass «der Unmut beseitigt werden konnte» und «wir eine gute, zeitgemässe Lösung gefunden haben, um das Leben in Thun für alle Generationen noch attraktiver zu gestalten».

Ein Meilenstein für «und»

Neben dem Austausch und der gegenseitigen Solidarität «braucht es vermehrt generationsübergreifende und -verbindende Aktivitäten», erklärte Siegenthaler mit Verweis auf die «ziemlich einmalige Form» für die Zusammenarbeit, die vom Gemeinderat beschlossen worden sei. So kommt die Stadt dem Gesuch des Vereins «Und – das Generationentandem» nach und unterstützt ihn für die nächsten drei Jahre mit einem jährlichen Förderbeitrag von 30'400 Franken.

«Das ist ein Meilenstein für uns», betonte Elias Rüegsegger, der das «Und»-Projekt mit seiner Maturarbeit für ein Magazin, das von Jung und Alt gemeinsam verfasst wird, angestossen hat und bis heute massgeblich betreut. Diese ehrenamtliche Arbeit wird nun zum Teil professionalisiert.

Aufbau Generationenforum

Weiter werden drei neue Stellen geschaffen vom Verein, der mit dem Migros-Kulturprozent und der Beisheim-Stiftung noch weitere Geldgeber hat. Eine dieser 30-Prozent-Stellen nimmt seit 1. April Rüegsegger selber ein – als Projektentwickler. Für den Theologiestudenten wird es nun das erste Ziel sein, in Thun ein Generationenforum aufzubauen. Er stellt es sich vor als kreativen Thinktank, wo Akteure verschiedener Altersstufen Ideen einbringen und zu etwas Neuem zusammenfügen. «Die Arbeit beginnt nun erst richtig», sagte der Projektleiter, der sich für die Wertschätzung bei der Stadt bedankte, auch dafür, dass diese personell auf bewährte Kräfte setze bei der Neuorganisation.

Neues Co-Präsidium

Die ältere Generation stehe vor grossen Herausforderungen, die sie nur zusammen mit anderen zu meistern vermöge, meinte derweil Heiner Bregulla. Der bisherige Präsident des Seniorenrats unterstützt die «neuen Möglichkeiten» zum Dialog, ohne zu verhehlen, dass diese «aber auch ein Wagnis» seien. «Die Generationen können voneinander lernen», hob Vreni von Känel hervor, die den Verein Generationentandem neu präsidiert, zusammen mit Jung-Stadträtin Seraina Graf. «Unsere Pionierarbeit gelingt nicht immer, macht aber dennoch Spass», bekräftigte Elias Rüegsegger. Bei dem bemerkenswerten Tempo der Reorganisation «wurde uns fast schwindlig», gestand er abschliessend ein.

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