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Sie pflegen das Harmonikaspiel

Drei musikalische Leitende führten durch die 75-jährige Vereinsgeschichte des Harmonika-Orchesters Steffisburg. Heute halten 17 Aktive weiterhin an Ziel und Zweck aus dem Gründungsjahr fest.

Das Harmonika-Orchester Steffisburg mit Dirigentin Pia Krähenbühl (roter Jupe). Aufnahme aus den 80er Jahren.
Das Harmonika-Orchester Steffisburg mit Dirigentin Pia Krähenbühl (roter Jupe). Aufnahme aus den 80er Jahren.

Auf den Tag heute vor 75 Jahren, am 12. Dezember 1943, gründete Fritz Berger den Handharmonika-Klub Edelweiss. Ziel und Zweck war die Pflege und Förderung des Harmonika- und Akkordeonspiels. «Daran und am Mitwirken an öffentlichen Veranstaltungen haben wir bis heute festgehalten», erzählt Sekretärin Heidi Heuer.

Berger leitete den Handharmonika-Klub Edelweiss bis zu seinem Tod am 12. Februar 1977. Mit 87 Mitgliedern zählte der Verein im Jahr 1958 am meisten Aktive. Die ersten Konzerte fanden im Landhaussaal Steffisburg statt, und es gab eine klubeigene Theatergruppe. Zudem wurden damals anlässlich der Konzerte unter anderem die Orchester Calimeros und Beny Rehmann sowie das Trio Eugster engagiert.

Mit Pia Feuz (damals Pia Krähenbühl) gewann das Orchester dann eine diplomierte Musiklehrerin. Sie kam direkt von der Ausbildung und leitete den Verein während 31 Jahren. «Etliche Male mussten wir das Probelokal wechseln. Seit dem Jahr 2015 proben wir nun im Bernstrasse-Schulhaus», blickt Heuer zurück.

Name wurde geändert

Anlässlich des 50-Jahr-Jubiläums im Jahr 1993 wurde der Name in den heute noch gültigen geändert, und es fand eine Fahnenweihe statt. Gleichzeitig wurde das Senioren-Orchester gegründet, das dieses Jahr sein 25-Jahr-Jubiläum feiert. 1995 schaffte das Harmonika-Orchester die heutige Uniform an.

Und seit 2010 steht der Verein unter der Leitung von Renata Rebeschini. «Unter ihrer Leitung hat sich unser Musikstil verändert. Wir glauben, dass wir mit unserer Musikrichtung den Geschmack des Publikums treffen», sagt die Sekretärin begeistert. «Renata Rebeschini arrangiert für uns sämtliche Musiktitel und bringt Eigenkompositionen mit. Zudem werden Blasinstrumente integriert.»

3 Dirigierende in 75 Jahren

Von Dirigentenverschleiss kann bei den Steffisburgern nicht die Rede sein: In der 75-jährigen Vereinsgeschichte ist Rebeschini erst die dritte Dirigentin. Des Amtes nicht müde ist ebenso Beatrice Leutwyler.

Sie hat seit 2007 engagiert das Amt als Präsidentin inne. Nachwuchsprobleme machen dagegen auch vor dem jubilierenden Harmonika-Orchester nicht halt: «Wir kämpfen schon länger damit. Zugleich dürfen wir erfreulicherweise den Beitritt von zwei jungen Mitgliedern vermelden», freut sich Heidi Heuer und ergänzt: «Wir glauben, dass sie sich gut integriert haben und gerne mitspielen.» Eine eigene Ausbildung respektive Musikschule wird nicht mehr geführt. «Wir bedauern, dass die Jungen allgemein sehr beschäftigt sind und keine Zeit mehr für unser Hobby finden.»

Aktuell 17 Aktivmitglieder

Zu den festlichen Aktivitäten im Jubiläumsjahr zählten das Jubiläumskonzert und eine Woche später ein Konzert in der katholischen Kirche in Münsingen. Aktuell liegt der Mitgliederbestand bei 17 Aktiven.

Zu den Highlights der Vereinsgeschichte zählen die Teilnahme an kantonalen und eidgenössischen Wettspielen sowie die erwähnte Fahnenweihe anlässlich des 50-Jahr-Jubiläums sowie die diesjährige 75-Jahr-Feier. Auch ein Konzert im Zirkus sowie ein Gastauftritt in Zürich werten die Steffisburger zu den Höhepunkten. «Für die Zukunft wünschen wir, dass wir mit unserer Musik noch lange viel Freude bereiten dürfen. Das gilt für die Spieler wie für das Publikum», sagt Heuer.

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