Spazierend durch die Welt des Tanzes

Thun

Im Rahmen des ersten Thuner Tanzfestes machten die Besucher während eines Tanzspaziergangs durch die Stadt eine Entdeckungsreise in die bunte, vielseitige Welt des Tanzes.

Die inFlux Tanzcompagnie tanzte zum Auftakt des Tanzspaziergangs auf dem Waisenhausplatz in Thun.

Die inFlux Tanzcompagnie tanzte zum Auftakt des Tanzspaziergangs auf dem Waisenhausplatz in Thun.

(Bild: Therese Krähenbühl)

«In anderen Städten gibt es das ja schon lange, wir haben nun das erste Tanzfest in Thun organisiert.» Mit diesen Worten begrüsst Lucía Baumgartner die Teilnehmenden des ersten Tanzspaziergangs, der am Samstag dreimal in der Stadt Thun durchgeführt wurde. Zusammen mit Agata Lawniczak, einer Tanzschaffenden aus Steffisburg, hat Baumgartner das Tanzfest nach Thun gebracht. Drei Tage lang stand die Stadt mit Tanzaufführungen, einem grossen Tanzfest in der Konzepthalle 6 und Tanzworkshops am Sonntag ganz im Zeichen des Tanzes. Wie vielseitig Tanz sein kann, konnten die Besucher während des Tanzspazierganges durch die Stadt hautnah erleben.

Tanz ohne Grenzen

Es ist die bunt gekleidete und auch bunt zusammengewürfelte inFlux Tanzcompagnie, welche auf dem Waisenhausplatz zum Auftakt des Tanzspaziergangs tanzt. Fröhlich wirbeln die Frauen umher, drehen sich, heben sich hoch und bleiben dann wieder ganz still stehen. Vom Teenager bis zur Seniorin ist jedes Alter vertreten. Tanz kennt eben keine Grenzen. Geleitet wird die Compagnie von Organisatorin Lucía Baumgartner selbst, die die zahlreich erschienenen Zuschauer nach der Darbietung weiter auf den Mühleplatz dirigiert. Mit so vielen Leuten habe sie nicht gerechnet, gesteht sie. So dauert das Verschieben auch etwas länger als geplant. Der guten Stimmung tut das keinen Abbruch, und sogar die Wettergötter zeigen sich bei diesem ersten Tanzspaziergang des Tages noch barmherzig und lassen nur ein paar wenige Tropfen auf die Zuschauer regnen.

Am Ufer der Aare hängt Sanna Zoll, die 2018 mit dem Thuner Kulturförderpreis ausgezeichnet wurde, im wahrsten Sinne des Wortes in den Seilen, oder besser gesagt tanzt sie an einem Seil, das zwischen zwei Bäumen gespannt wurde. Es ist eine anmutige Mischung aus Tanz und Akrobatik. Verspielt und poetisch geht es auch beim nächsten Posten weiter: Sonja und Mario Labrunie bringen mit ihrer Tango-Darbietung auf der kleinen Terrasse bei der Treppe, die von der Sinnebrücke zum Aarequai führt, Feuer, Leidenschaft und Wärme in diesen tristen Frühlingstag. Auch sie sind Tanzschaffende aus Thun und zeigen, wie vielfältig die Thuner Tanzszene ist. Im Vorfeld hatten sich die beiden Organisatorinnen gewünscht, eine Plattform für Tanzschaffende aus Thun zu bieten.

Musik und Tanz

Nahtlos in die Reihe der Kunst- und sogar Musikschaffenden aus der Region Thun reihen sich dann Nadja und Anja Straubhaar mit ein. Sie zeigen auf den roten Sitzbänken am Aarequai ein fröhliches tänzerisches und musikalisches Intermezzo, das mit Klängen von «Es wott es Froueli z’Märit gah» gar volkstümliche Züge trägt.

Simea Cavelti und Vasna Aguilar zeigten ihre tänzerische Darbietung auf der Laube des Thunerhofs.
(Bild: Therese Krähenbühl)

Der Spaziergang führt die Anwesenden weiter an zahlreichen Stationen vorbei durch die Welt des Flamenco und des experimentellen Tanzes zu einer verträumten Darbietung von Simea Cavelti und Vasna Aguilar auf der Laube des Thunerhofs, die versteckt hinter Rosenranken ein wenig an Dornröschen erinnern, hin zum fröhlich ausgelassenen Ende von Marion Allon und Emanuel Rüfenacht. Sie zeigen skurrile Figuren, die sie mit zeitgenössischem Tanz und Unmengen Papier vermengen, und runden so den bunten Strauss voller Tanz stimmungsvoll ab.

Thuner Tagblatt

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