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Medizin-Zentren für das Oberland

Die Thuner Spital STS AG und die Winterthurer Medbase AG spannen in der medizinischen Grundversorgung zusammen: Ziel sind ambulante medizinische Zentren im Berner Oberland. Ein erstes Projekt ist in Erlenbach geplant.

Die STS AG (im Bild: das Spital Thun) hat zusammen mit der Migros-Tochter Medbase eine strategische Kooperation vereinbart.
Die STS AG (im Bild: das Spital Thun) hat zusammen mit der Migros-Tochter Medbase eine strategische Kooperation vereinbart.
Michael Gurtner

«Die Spital STS AG und die Medbase-Gruppe haben eine strategische Kooperation vereinbart und gründen zu diesem Zweck die gemeinsame Unternehmung Medbase Berner Oberland AG»: Das teilten die beiden Unternehmen am Dienstag mit. Mit dem Konzept «Integrierte Gesundheitsregion Berner Oberland» würden die Parteien «gemeinsam einen ­neuen Weg in der medizinischen Grundversorgung der regionalen Bevölkerung gehen». So könne mit ambulanten «Medical Centers» dem aktuellen Patientenbedürfnis und der heutigen Zeit – in welcher die Menschen Flexibilität wünschten und oft keinen Hausarzt mehr hätten – begegnet werden.

Ein Weihnachtsgeschenk?

Ist die Mitteilung der Spital STS (Simmental-Thun-Saanenland) AG ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk für die Bevölkerung im Simmental und im Saanenland, welche bekanntlich um ihre Spitalversorgung bangt?

«Nein. Und ja», sagt Bruno Guggisberg, CEO der Spitalgruppe STS, auf Anfrage. «Nein, weil die Kooperation mit Medbase nicht in direktem Zusammenhang mit der akuten Spitalversorgung steht. Und ja, weil das Simmental und das Saanenland von der sogenannten integrierten ­Gesundheitsregion Berner Oberland profitieren werden», so Guggisberg weiter. Denn aktuell würden Abklärungen für ein erstes gemeinsames Projekt in Erlenbach laufen.

Versorgungsengpässe

Bereits heute zeichneten sich gemäss Medienmitteilung in der Region Berner Oberland nämlich Versorgungsprobleme und -engpässe in der hausärztlichen Grundversorgung ab. Durch das Verknüpfen der verschiedenen Kompetenzen von Haus- und Spezialärzten, Therapeuten sowie Fachpersonen des Spitals sollen die Patientinnen und Patienten künftig profitieren.

Und: Mit dem neuen Versorgungskonzept werde auch dem ärztlichen Nachwuchsproblem in den ländlichen Gemeinden entgegengewirkt. Das Versorgungskonzept für die «Gesundheitsregion Berner Oberland» sei langfristig angelegt. Und man habe bereits gemeinsame Erfahrungen: 2011 starteten STS und Medbase im Panorama-Center ein gemeinsames Angebot im Bereich Orthopädie und Traumatologie, Ende 2014 folgte die Gründung der Sportmedizin Berner Oberland.

Und Zweisimmen?

Und wie sieht der aktuelle Status beim Spital Zweisimmen aus? Bekanntlich hatte die kantonale Gesundheits- und Fürsorgedirektion (GEF) den STS-Antrag von 3,4 Millionen Franken für den Betrieb des geplanten Spitalneubaus in Zweisimmen abgelehnt.

«Wir stehen in engem Austausch mit der GEF», sagt CEO Bruno Guggisberg. Und Ende Januar werde ein Treffen Region Simmental-Saanenland – Spital STS AG und GEF stattfinden, «danach sehen wir weiter», so Guggisberg.

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