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Stadt ersetzt Lochblech im Strämu

Die Stadt reagiert auf die Kritik von Badegästen und verbessert den Sichtschutz bei den neuen Garderoben und Duschen im Strandbad-Haupttrakt.

Gab Anlass zur Kritik: Das Lochblech hinter den Holzlamellen, welches die neuen «Strämu»-Garderoben und Duschen von der Aussenwelt abschirmt. Dieses soll nun durch ein intransparentes Material ohne Löcher ersetzt werden.
Gab Anlass zur Kritik: Das Lochblech hinter den Holzlamellen, welches die neuen «Strämu»-Garderoben und Duschen von der Aussenwelt abschirmt. Dieses soll nun durch ein intransparentes Material ohne Löcher ersetzt werden.
Patric Spahni

Sie gaben in den letzten Wochen einiges zu reden, die neuen Garderoben und Duschen im Thuner «Strämu». Viele Badegäste ärgern sich darüber, dass der Sichtschutz nicht gewährleistet ist und dadurch auch Zugluft herrscht.

Auch Leserin Christina Meier Grossrieder aus Wattenwil machte kürzlich ihrem Unmut mittels eines Briefes an die Redaktion Luft: «Die Umkleidekabinen sind unangenehm windig, da der Wind von allen Seiten sowie von oben und unten durch die Kabinen zieht», schreibt sie. «Möchten sich die Morgenschwimmer erwärmen, dann sicher nicht dort.»

Und die Tatsache, dass man durch das Lochblech hinter den Holzlamellen eine klare Sicht auf den Innenraum der Umkleidekabinen habe, sei angesichts von Facebook, Twitter und Instagram schlicht nicht mehr vertretbar.

50 Rückmeldungen

«Wir haben rund fünfzig Rückmeldungen von Badegästen erhalten, wobei die erwähnten zwei Punkte sowie die Auffindbarkeit der Garderoben und Duschen sehr oft erwähnt wurden», sagt der ­zuständige Thuner Gemeinderat Konrad Hädener (CVP) zu den ­Reaktionen, die seit der Eröffnung des Strandbades am 5. Mai an die Bademeister gelangt sind.

In einer am Montag versandten ­Medienmitteilung kündigt die Stadt nun entsprechende Optimierungsmassnahmen an: «Wir werden das Lochblech in den nächsten Wochen durch ein intransparentes Material ohne Löcher ersetzen», erklärt Konrad Hädener.

Damit werde auch gleich das Zugluftproblem behoben. Weil auch die offenen Garderobentüren als störend empfunden worden seien, wolle man dahinter eine Art Vorhang anbringen und schliesslich auch die Signaletik verbessern. Das heisst, die Beschriftung der neuen Garderoben und Duschen, die bisher nur auf der Fassade selber angebracht war, soll durch eine hervorstehende Tafel ergänzt werden.

Die Kosten der geplanten Optimierungen lassen sich laut Konrad Hädener noch nicht beziffern, da die Stadt derzeit erst die Offerten einhole.

Tuchhalter und Handtrockner

Schliesslich sollen noch weitere Massnahmen umgesetzt werden. Unter anderem werden zu den nachträglich angebrachten Kleiderhaken in den Garderoben auch Badetuchhalter bei den Duschen installiert. Und: «Wir überlegen uns, aufgrund einer Rückmeldung Haartrockner bei der Ablage vor den Spiegeln zur Verfügung zu stellen», sagt Hädener.

Weitere Rückmeldungen von Badegästen wie etwa zur Beschaffenheit des Bodens oder zur Menge Duschwasser seien zum Teil widersprüchlich und zu wenig oft genannt, als dass man diese als Problem erkennen würde.

In Biel gings problemlos

Und Konrad Hädener ergänzt, dass man in Thun die Lösung mit den Holzlamellen und dem Lochblech vom Strandbad Biel übernommen habe: «Erstaunlicherweise gabs dort keine Rückmeldungen wie in Thun», sagt der Gemeinderat, welcher der Direktion Bau und Liegenschaften vorsteht.

«Aber das kann auch damit zusammenhängen, dass das Bad in Biel ein reines Seebad ohne ­Becken ist und die Leute erst bei wärmeren Temperaturen zum Schwimmen kommen.» Und er erwähnt, dass es neben den erwähnten Kritikpunkten auch positives Feedback von vielen Gästen gebe: «Die Leute schätzen das kostenlose Duschen mit Warmwasser, aber auch die neue Farbe des Haupttrakts.»

Konrad Hädener weiss aber auch, dass die anstehenden Sa­nierungsmassnahmen vom kommenden Herbst viel zu reden geben: «Ich habe vernommen, dass derzeit Unterschriften gegen den Abbruch des Affenfelsens gesammelt werden», so Hädener. Wer dahintersteht, ist noch unklar.

Der Abbruch des Felsens steht gleich nach der Schliessung des Strandbades am 2. September an. Weiter werden in dieser ­zweiten Sanierungsetappe alle Schwimmbecken saniert und mit Chromstahl ausgekleidet. Zudem wird das 50-Meter-Becken auf zehn Bahnen erweitert und das Nichtschwimmerbecken neu platziert.

Die Wasseraufbereitung wird ersetzt und der Techniktrakt aus- und umgebaut. Es entstehen neue Toiletten beim 50-Meter-Becken und Garderoben für die Bademeister. Anstelle des Affenfelsens entsteht zudem ein Holzdeck. Zudem werden eine neue Rutschbahn gebaut, das Bootshaus und die Garage abgebrochen sowie der Eingang- und der Kassenbereich neu gestaltet.

In der dritten Etappe ab Herbst 2019 schliesslich werden ein Floss im See und ein neuer Uferweg erstellt, aber auch das Kleinkinderbecken und der Spielbereich neu gestaltet. Insgesamt wird die Sanierung des Strandbades, die im Frühling 2020 auf das 100-Jahr-Jubiläum der Anlage abgeschlossen werden soll, auf 17,64 Millionen Franken zu stehen kommen.

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