Starke Konkurrenz macht der OHA zu schaffen

Thun

Am Sonntagabend schloss die 60. Ausgabe der Oberländischen Herbstausstellung in Thun ihre Türen. Das Thema Magie sorgte für viel Spannung. Dennoch ging die Besucherzahl zurück.

Tiere gehören traditionell zur Oberländischen Herbstausstellung.

Tiere gehören traditionell zur Oberländischen Herbstausstellung.

(Bild: Patric Spahni)

Die 60. Ausgabe der Oberländischen Herbstausstellung (OHA) ist Geschichte. Am Sonntagabend schloss die zweitgrösste Konsumgütermesse im Kanton Bern nach zehn Tagen ihre Türen. «Es war eine harte Messe», zog am Sonntag Ausstellerin Christine Vögeli, die mit ihrer Haushaltgerätefirma aus Unterseen seit 35 Jahren an der OHA mitmacht, ihre persönliche Bilanz. «Ich habe das Gefühl, es hat Jahr für Jahr immer weniger Besucher.»

Und sie sagte auch, dass die Vögeli AG die OHA heuer unter den gesteckten Zielen abrechnen werde. Kurt Luginbühl, Mitglied der Geschäftsleitung der Luginbühl AG aus dem Diemtigtal, blickte ebenfalls auf die vergangenen zehn OHA-Tage zurück. «Die Besucherfrequenzen beurteile ich als vorsichtig zurückhaltend», gab er sich diplomatisch. Allerdings sei das Geschäft gar nicht so schlecht gelaufen. «Wir sind zufrieden, so der Möbelbauer.

«Wir haben eine durchzogene OHA erlebt», sagte Peter Eichenberger, Inhaber der Müller Küchen AG aus Spiez. Die Leute hätten sich sehr zurückhaltend gezeigt. Dieses Phänomen hat Peter Eichenberger indes heuer auch an der BEA in Bern erlebt.

Verhalten gestartet

Kurz vor Schluss der Messe auf dem Expo-Areal in Thun zog gestern Abend ebenso Geschäftsführer Gerhard Engemann eine erste Bilanz: «Bezüglich Besuchern hatten wir einen verhaltenen Start, diesen konnten wir nicht mehr aufholen.» Der Messeleiter spricht von rund 42'000 Besuchern. Dies ist ein Rückgang. Im vergangenen Jahr hatte die OHA 45'000 Eintritte verbucht. Ein Jahr zuvor waren es 47'000 Leute.

Engemann ist überzeugt, dass die Konkurrenz mit vielen Parallelveranstaltungen zunehmend grösser werde, die OHA aber einen wichtigen wirtschaftlichen Beitrag für die Region und das Oberland leiste. Der OHA-Macher zeigte sich denn auch rundum zufrieden: «Das magische Thema und der Zauberwald sind beim Publikum gut angekommen, die OHA ist problemlos und ohne Zwischenfälle verlaufen.»

Teile des Zauberwalds gehen übrigens an eine Kinderfasnacht in der Ostschweiz. Die 61. OHA wird vom 28. August bis 6. September über die Bühne gehen. Noch nicht bekannt ist das Ausstellungsmotto. «Es wird etwas komplett Neues geben», sagte Gerhard Engemann.

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