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Steffisburg prüft Schulhäuser

Bevor bestimmt wird, wo allenfalls neue Schulräume gebaut werden, will die Gemeinde Steffisburg den Zustand der bestehenden Gebäude prüfen.

Auch der Zustand der Gebäude der Schulanlage Schönau wird demnächst untersucht. Am rechten Bildrand ist die Mehrzweckhalle geplant.
Auch der Zustand der Gebäude der Schulanlage Schönau wird demnächst untersucht. Am rechten Bildrand ist die Mehrzweckhalle geplant.
Patric Spahni

Die Herausforderungen sind gross, die Komplexität hoch, die Finanzen ein Dauerthema: Nicht nur in Steffisburg ist die Liegenschafts- und Schulraumplanung vieldiskutiertes Thema. Bereits gut drei Jahre alt ist das Gesamtentwicklungskonzept für die Gemeinde. Die Liegenschafts- und Schulraumplanung, das Projekt für die Schul-, Kultur- und Sportanlage Schönau sowie das Konzept Freianlagen und Sporthallen sind Teil dieses Konzepts, welches garantieren soll, dass «die Planungen nicht gegenseitig ad absurdum führen». So steht es in den Unterlagen zur Sitzung des Grossen Gemeinderats (GGR) von morgen Freitag.

Dieser wird sich nämlich in besagter Sitzung mit der Frage befassen, ob er für die Liegenschafts- und Schulraumplanung weitere 80'000 Franken für die Vertiefung des Massnahmenplans bewilligen will. Bereits im Januar 2017 sprach der Gemeinderat 140'000 Franken für das Planwerk. Der Gemeinderat begründet den Antrag, den Kredit aufzustocken, damit, dass eine vertiefte Analyse der bestehenden Gebäude nötig sei. Konkret sollen Schadstoffbelastungen, der Zustand der Gebäudetechnik sowie die Erdbebensicherheit vertieft geprüft werden. Die Ergebnisse dieser Analyse sollen dazu dienen, konkrete bauliche Massnahmen und die Kosten dafür präziser zu schätzen.

Organisatorisch...

Für Hans Berger (GLP), Gemeinderat und Vorsteher des Departements Bildung, ist klar: «Die Umsetzung der Massnahmen wird etwas kosten.» Gerade deshalb sei es wichtig, eine solide Planungsgrundlage zu haben. Zwei strategische Ziele sind laut Berger, erstens in Schulhäusern an der Peripherie überall Kinder vom Kindergarten bis in die sechste Klasse zu unterrichten.

«Dafür möchten wir zweitens alle Oberstufenschüler an einem Standort zusammenziehen.» Heute besuchen Schüler der siebten bis neunten Klasse die Schulanlagen Schönau und Zulg; in beiden gehen auch Fünft- und Sechstklässler zur Schule.

...und technisch Neues

Von der Trennung der Unter- und Mittelstufe von der Oberstufe verspricht sich Berger eine bessere Ausnutzung der vorhandenen Räume. «Gerade bei Gruppen- und Nebenräumen sind die Ansprüche auf den verschiedenen Stufen sehr unterschiedlich», sagt Berger. «Da gibt es bestimmt Möglichkeiten, die vorhandenen Anlagen besser zu nutzen.»

Verantwortlich für den Unterhalt und allfälligen Ausbau dieser Anlagen ist das Departement Hochbau und Planung unter der politischen Verantwortung von Gemeinderat Christian Gerber (EDU). «Der Zeitpunkt ist richtig, um den Zustand der insgesamt 37 Gebäude zu prüfen», sagt er – und gesteht gleichzeitig, dass die Gemeinde in dieser Hinsicht «tatsächlich über eine Art blinden Fleck» verfüge. Christian Gerber betont darüber hinaus, dass bei der stattlichen Anzahl betroffener Liegenschaften eine zeitliche Abstimmung allfälliger Sanierungs- oder Ausbauarbeiten unumgänglich sei.

Konkretes bis Ende Jahr

Gemäss den Unterlagen zur GGR-Sitzung schlägt der Gemeinderat denn auch ein forsches Tempo an: Bereits Ende September soll die Überprüfung der Gebäudezustände abgeschlossen und der Handlungsbedarf im Unterhalt definiert sein. Im November sollen dann Vorschläge für allfällige Sanierungen, Um-, Aus- oder Neubauten aufeinander abgestimmt dem Gemeinderat präsentiert werden – inklusive Kostenschätzungen. Ziel ist, dass der Gemeinderat noch dieses Jahr den Massnahmenplan mit den konkreten Umsetzungsschritten genehmigen kann.

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