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Stimmvolk sagt deutlich Ja zur Überbauungsordnung Melli

Jetzt herrscht Klarheit darüber, wie es im Melli in Goldiwil weitergeht. Die Stimmberechtigten von Thun haben der Überbauungs­ordnung mit 7163 Ja gegen 3862 Nein zugestimmt.

Die Hofgruppe Melli in Goldiwil. Eingezeichnet sind die Grenzen der Überbauungsordnung.
Die Hofgruppe Melli in Goldiwil. Eingezeichnet sind die Grenzen der Überbauungsordnung.
zvg

Erleichterung bei den Eigentümern, Zufriedenheit beim Ko­mitee «Ja zum Melli» und Ak­zeptanz beim Referendums­komitee nach der Bekanntgabe des Abstimmungsresultates zur Überbauungsordnung (ÜO) Melli. «Wir wollten nicht die Um­nutzung und Sanierung der be­stehenden Gebäude verhindern, aber uns störte der geplante Neubau», sagte Hanspeter Aellig, Präsident des Referendumskomitees und Thuner FDP-Stadtrat.

«Darum wollten wir, dass die Bevölkerung sich zur ÜO äussern kann. Nun haben die Stimmbürger entschieden, und jetzt ist es gut so.»Mit 7163 Ja gegen 3862 Nein hat das Stimmvolk an der Urne die Überbauungsordnung «Goldiwil-Melli» angenommen. Die Stimmbeteiligung lag bei 34,6 Prozent. Nun können die Liegenschaften saniert oder als Wohngebäude umgenutzt werden.

Stadtrat warb für ein Ja

SP-Stadtrat Franz Schori, der das Pro-Komitee geleitet hat, ist zufrieden mit dem Ausgang der Abstimmung. «Der Stadtrat hatte der ÜO im Februar deutlich zu­gestimmt, und darum halfen mir viele Stadtratsmitglieder, aber auch Architekten und weitere Personen dabei, die Vorlage zu unterstützen.»

Christine Buchs vom Pro-Komitee unterstreicht die minimale Verdichtung, die jetzt möglich werde, und sagt: «So etwas muss man unterstützen und die Eigentümer machen lassen. Auch Planungssicherheit ist für Eigentümer und Investoren wichtig.» Das Unterstützungskomitee konnte innert drei Tagen auf die Beine gestellt werden und setzte sich mit einem Inserat, mit Leserbriefen und via Facebook für ein Ja ein.

Gut für Thun

«Jetzt kann die sanfte und zeit­gemässe Erweiterung der Hofgruppe Melli an die Hand ge­nommen werden» sagte Gemeinderätin Marianne Dumermuth (SP), Vorsteherin der Direktion Stadtentwicklung, Sonntag an der Medienorientierung. Sie betonte, dass es auch heute noch möglich sein müsse, solche Projekte zu verwirklichen.

Eigentümer und Stadtplanung arbeiteten gemeinsam die ÜO aus und investierten grosse personelle und finanzielle Ressourcen. «Dass die ÜO jetzt angenommen wurde, schafft Vertrauen in die Zusammenarbeit zwischen Investoren und der Stadtplanung.»

Die ÜO muss nun noch vom Amt für Gemeinden und Raumordnung (AGR) definitiv genehmigt werden, welches noch über eine hängige Einsprache gegen die öffentliche Planauflage zu befinden hat. Doch Marianne Dumermuth ist zuversichtlich, denn das AGR habe bereits angekündigt, dass die ÜO Melli genehmigt werden könne. Mit der neuen Überbauungsordnung kann Anfang 2018 gerechnet werden.

So geht es nun weiter

Sehr erleichtert über den Ausgang der Abstimmung und dankbar für die Unterstützung durch das Pro-Komitee sind die Be­sitzer der Liegenschaften, Marianne Siegrist und Manfred Frey. Die Phase der Unsicherheit sei jetzt vorbei, und auf die Frage, wie es nun weitergehen wird, sagte Manfred Frey: «Zuerst werden wir uns um die bestehenden Gebäude kümmern.

Im alten Schulhaus gibt es noch eine ehemalige Schreinerei, Lagerraum und ein geräumiges Dachgeschoss. Da könnten Wohnungen entstehen.» Ähnliches gilt für das ­Bauernhaus. Schwieriger ist die Si­tuation bei der Werkhalle. «Am liebsten würden wir diese an ein Gewerbe vermieten», sagte Frey. «Sollte dies nicht gelingen, müssen wir eine andere Lösung suchen.» Ob ein Umbau möglich wäre oder ob die Halle abgerissen und durch einen Neubau ersetzt würde, wisse er noch nicht.

Für jedes Bauvorhaben muss ein Baugesuch eingereicht werden, das auf die Einhaltung der ÜO überprüft wird. Es können auch Einsprachen gegen die Baugesuche gemacht werden.

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