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Strämu wird bunt

Im Rahmen der ersten Etappe zur Strämu-Sanierung werden unter anderem der Haupttrakt bunt gestrichen und neue Duschen und Toiletten eingebaut.

Noch ist der «Strämu» fest in der Hand von Bauarbeitern und schweren Geräten, doch schon in anderthalb Monaten läutet die Stadt die neue Saison ein.
Noch ist der «Strämu» fest in der Hand von Bauarbeitern und schweren Geräten, doch schon in anderthalb Monaten läutet die Stadt die neue Saison ein.
Patric Spahni
Sommerlich: Wie die Garderoben im oberen Stockwerk wird sich schon bald der ganze Haupttrakt präsentieren. Das Farbkonzept mit Dunkelrot, Ockergelb und Grün entspricht demjenigen aus den Anfängen der Anlage. Auch andere Bäder präsentierten sich damals sehr bunt. Bis heute ist nicht klar, weshalb der Trakt in den 1980er-Jahren auf Blau-Weiss umgestrichen wurde.
Sommerlich: Wie die Garderoben im oberen Stockwerk wird sich schon bald der ganze Haupttrakt präsentieren. Das Farbkonzept mit Dunkelrot, Ockergelb und Grün entspricht demjenigen aus den Anfängen der Anlage. Auch andere Bäder präsentierten sich damals sehr bunt. Bis heute ist nicht klar, weshalb der Trakt in den 1980er-Jahren auf Blau-Weiss umgestrichen wurde.
Patric Spahni
Neues Innenleben: Im Erdgeschoss des Haupttrakts entstehen derzeit Garderoben, Duschen (im Vordergrund) sowie Toiletten.  Auch diese Wände und Decken werden farbig. Als Sichtschutz sollen später Aussenwände aus Holzlamellen dienen.
Neues Innenleben: Im Erdgeschoss des Haupttrakts entstehen derzeit Garderoben, Duschen (im Vordergrund) sowie Toiletten. Auch diese Wände und Decken werden farbig. Als Sichtschutz sollen später Aussenwände aus Holzlamellen dienen.
Patric Spahni
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Die Strämu-Zukunft ist vor allem eines: bunt. Derzeit erhält der Haupttrakt seine «alte» Farbe aus den 1930er-Jahren zurück. Maler streichen die bis anhin blauen Garderobentüren im oberen Stock dunkelrot, die bisher ­weissen Wände und Decken ­erstrahlen in Ockergelb, die Durchgänge Grün. Gleichzeitig entstehen im Erdgeschoss neue Garderoben, Duschen und WC-Anlagen, welche später mit Aussenwänden aus Holzlamellen versehen werden.

Bei der Stadt ist man äusserst zufrieden mit dem Baufortschritt: «Wir sind im Zeitplan», sagt Projektleiter Martin Bickel zu den laufenden Arbeiten der ersten Etappe. Dass diese beinahe unbemerkt von der Öffentlichkeit geschehen, hat vor allem einen Grund: Der Haupttrakt wurde bis hin zum Kopfbau, in welchem sich das Restaurant befindet, unter ein rund 40 Meter langes, teilweise geheiztes Notdach gestellt. «So konnten die Arbeiten unabhängig von der Witterung und den zum Teil sehr kalten Temperaturen durch­geführt werden», sagt Martin ­Bickel.

Weniger im Verborgenen geschieht derzeit anderes: So werden neue Bodenplatten rund um den Haupttrakt verlegt, in der Nähe der Beachvolleyballfelder ein vierter Pavillon mit Toiletten und dem Technikbereich für das Kleinkinderbecken gebaut oder ein neues zweistöckiges Filterhaus beim 50-Meter-Becken erstellt.

Bereits in anderthalb Monaten geht die Anlage wieder in Betrieb: Am 5. Mai ist die Eröffnung geplant. Bis dahin werden sämtliche Arbeiten abgeschlossen sein. Auf diesen Zeitpunkt nehmen auch die neuen Pächter Reto Kupferschmied und Nando Fend mit ihrer Mise en Plage GmbH den Betrieb auf. Die beiden sind in Thun keine Unbekannten, führen sie doch die Mundwerk-Kulturbar an der Oberen Haupt­gasse.

Affenfelsen weicht bald

Eine weit grössere Veränderung erfährt der Thuner Strämu dann im kommenden Herbst: Als Erstes wird unmittelbar nach der vorzeitigen Schliessung am 2. September der Affenfelsen abgerissen. Bereits jetzt ist dieser innerlich ausgehöhlt. Sämtliche WC-Anlagen und Duschen, welche sich darin befunden hatten, wurden entfernt. Weil die zusätzlichen Toiletten beim 50-Meter-Becken erst Bestandteil der nächsten Bauphase sind, wird während der kommenden Saison ein WC-Wagen beim Kiosk aufgestellt.

Während jener zweiten Etappe, die mit einem Bauvolumen von 10 Millionen Franken die aufwendigste ist, werden auch die grossen Becken durch solche aus Chromstahl ersetzt, zum Teil vergrössert oder anders angeordnet und die neue Breitrutschbahn gebaut.

Ausserdem stehen die vollständige Erneuerung der Badewassertechnik oder die Neugestaltung des Eingangsbereichs auf dem Bauprogramm.

Keine Einsprachen

Keine Einsprachen sind nun auch gegen die dritte und letzte Etappe eingegangen, wie Regierungsstatthalter Marc Fritschi gegenüber dieser Zeitung erklärte.

Noch ausstehend sind allerdings die Fachberichte der rund zwanzig involvierten Ämter wie des Fischereiamts oder des Oberingenieurkreises, wie Martin Bickel ergänzt.

Im Winter 2019/2020 soll un­ter anderem ein Floss erstellt und dafür ein Teil des Seegrunds ausgebaggert, aber auch eine neue Uferpromenade angelegt werden, welche künftig ganzjährig zugänglich sein wird. Insgesamt sind für die Sanierung der Anlage rund 17,64 Millionen Franken vorgesehen.

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