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Thun soll von Fonds profitieren

Eine überparteiliche Gruppe von Thuner Grossrätinnen und Grossräten will mittels einer Motion Gelder aus dem Lotteriefonds für das Schloss Thun zugänglich machen.

Das Schloss Thun soll von Geldern aus dem Lotteriefonds profitieren.
Das Schloss Thun soll von Geldern aus dem Lotteriefonds profitieren.
Michael Gurtner

Die Motion mit dem Titel «Wiederkehrende Beiträge aus dem Lotteriefonds für alle Schlösser von nationaler Bedeutung» wurde am Montag im Grossen Rat eingereicht. Hinter dem Begehren steht eine überparteiliche Gruppe von Thuner Grossrätinnen und Grossräten. Neben dem Erstunterzeichner, Thuns Stadtpräsidenten Raphael Lanz (SVP), stehen die beiden SP-Gemeinderäte Marianne Dumermuth und Peter Siegenthaler sowie die Grüne-Stadträtin Andrea de Meuron, Daniel Beutler (EDU) und Marc Jost (EVP) hinter dem Anliegen.

Der Regierungsrat wird darin beauftragt, eine Vorlage auszuarbeiten, wonach Gemeinden als Eigentümerinnen von national bedeutenden Schlössern von wiederkehrenden Lotteriefondsbeiträge profitieren. Konkret geht es darum, finanzielle Zuschüsse für das Schloss Thun zu äufnen, das im Besitz der Einwohnergemeinde Thun ist.

Gemäss dem Motionspapier werden Beiträge des Lotteriefonds aktuell nur an gemeinnützige Organisationen entrichtet, die keine öffentlich-rechtlichen Verpflichtungen erfüllen, also keine Gemeinden sind. An den Kosten der Schlösser Oberhofen und Hünegg (diese gehören einer Stiftung) beteilige sich der Lot­teriefonds mit 565 000 beziehungsweise 220 000 Franken, heisst es.

«Ertragsmöglichkeiten für Gemeinden stark beschränkt»

Der Kanton gehe von der An­nahme aus, dass gemeinnützige Stiftungen und Vereine nur über «eingeschränkte Ertragsmöglichkeiten» verfügen würden. «Tatsächlich sind jedoch auch die Ertragsmöglichkeiten der Gemeinden im Steuerwettbewerb und unter dem aktuellen Spardruck faktisch stark beschränkt», heisst es in der Begründung. Dass die Gemeinden ihre Wahrzeichen Stiftungen überlassen, ist für die ­Motionäre «nicht zwingend eine erfreuliche Entwicklung», zumal das Schicksal der Schlösser dem Einfluss der Bürgerinnen und Bürger entzogen werde.

Als Beispiel wird das Schloss Burgdorf herangezogen, das jüngst einer neuen Stiftung gewidmet wurde. Dem Stadtrat von Burgdorf sei der Sinn der Stiftung damit erklärt worden, dass wiederkehrende Beiträge aus dem Lotteriefonds in den Unterhalt der Schlossanlage fliessen würden.

Die Motionäre fordern eine Gleichbehandlung im Sinne, dass die Beiträge für Schlösser von nationaler Bedeutung auch an Gemeinden fliessen. Grosser RAt Eine überparteiliche Gruppe von Thuner Grossrätinnen und Grossräten will mittels einer Motion Gelder aus dem Lotteriefonds für das Schloss Thun zugänglich machen.

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