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Thuner Jahresrückblick: Mai bis August

Was die Stadt und Region Thun im zweiten Jahresdrittel 2015 bewegt hat.

Riesige Hagelkörner (wie hier in Allmendingen) und sintflutartige Regenfälle suchen die Region Thun Anfang Juni heim.
Riesige Hagelkörner (wie hier in Allmendingen) und sintflutartige Regenfälle suchen die Region Thun Anfang Juni heim.
zvg
100'000 Besucher konnte das Thunfest (im Bild der Auftritt Span) vergangenen Sommer anziehen.
100'000 Besucher konnte das Thunfest (im Bild der Auftritt Span) vergangenen Sommer anziehen.
Manuel Lopez
Ende Juni beendet der Sigriswiler Christoph Sauser seine Profikarriere.
Ende Juni beendet der Sigriswiler Christoph Sauser seine Profikarriere.
zvg, Keystone
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In einem 3-teiligen Jahresrückblick lässt das Thuner Tagblatt nochmals die Ereignisse Revue passieren, die in der Region Thun in den letzten zwölf Monaten für Wirbel sorgten, zu Freudensprüngen Anlass gaben oder uns schlicht bewegten. Hier nun die Monate Mai bis August – im Eishockey würde man vom Mitteldrittel sprechen.

Das Wetter spielt verrückt

Es ist ein Sommer, bei welchem vor allem die Wetterextreme für Schlagzeilen sorgen: Riesige Hagelkörner und sintflutartige Regenfälle suchen die Region Thun Anfang Juni heim. Betroffen sind vor allem auch die Landwirte, welche zum Teil in den finanziellen Ruin getrieben werden: So muss die Familie Riem aus Noflen die Bewirtschaftung ihrer Gemüsefelder sowie den Direktverkauf einstellen. Weitere Gewitter verwandeln Bäche und Rinnsale in reissende Flüsse und führen zu Erdrutschen und Schlammlawinen, gesperrte Strassen und Brücken sind die Folge. Betroffen ist unter anderem auch das Zulgtal, wo sogar Hochwasserschutz­bauten von den Wassermassen weggespült werden.

Ganz anders dann die Monate Juli und August: Bereits Anfang Juli klettert das Thermometer auf historische 37,2 Grad. Die grosse Hitzewelle führt zu Rekord­frequenzen in den Freibädern der Region, hat aber auch ein absolutes Feuer- und Feuerwerksverbot im ganzen Kanton zur Folge. Auch wenn dieses auf den 1.?August teilweise aufgehoben wird, stoppen lokale Händler den Verkauf von Feuerwerkartikeln. Unter der enormen Trockenheit ­leiden auch die Landwirte, die zum Teil ­Ernteeinbusse hinnehmen müssen.

Neustart geglückt

Trotz Wetterpech am Samstagabend: Die Organisatoren sind mit dem Neustart des Thunfestes nach dem zweijährigen Unterbruch zufrieden. Sie zählten rund 100'000 Besucher, welche die Gassen Thuns bevölkern. Erstmals nicht mehr an vorderster Front dabei ist der eigentliche «Vater» und langjährige Präsident des Thunfests, Niklaus Schönholzer.

Mit oder ohne Tuch?

Der Schulverweis für eine 14-jährige Schülerin, welche den Unterricht an der Oberstufenschule Länggasse mit einem Hijab, dem islamischen Kopftuch, besuchen wollte, sorgt schweizweit für Schlagzeilen. Die Schulleitung hatte die Neuntklässlerin nach Hause geschickt, weil sie nach den Sommerferien mit der Kopfbedeckung erschienen war.

Nach Gesprächen mit dem Mädchen und einer schriftlichen Erklärung des Vaters willigte die Schulleitung aber schliesslich ein, dass die 14-Jährige das Kopftuch tragen darf.

Stadtkirche eingeweiht

An Pfingsten ist es so weit: Die Thuner Stadtkirche wird nach einer umfassenden Sanierung mit einem Festgottesdienst und zwei ausverkauften Konzerten von vier Thuner Kirchenchören feierlich eingeweiht. Die Sanierung, welche anderthalb Jahre dauerte und auch das Unterweisungs- und Pfarrhaus miteinschloss, kostete rund 6,8 Millionen Franken.

«Peschu» gibt zu reden

Nach einer zweijährigen Sanierungszeit wird das Pestalozzi-Schulhaus Anfang Schuljahr wieder von den Kindern in Beschlag genommen. Zu reden gibt der «Peschu» Ende Februar aber aus einem anderen Grund: Bei einer Baustellenkontrolle werden vier Arbeiter wegen Schwarzarbeit verzeigt. Die Stadt als Bauherrin trennt sich in der Folge von der betroffenen Gipserfirma.

Sforza statt Fischer

Die Nachricht freut nicht alle Fussballfans: Am 18. Juni wird bekannt, dass der Thuner Erfolgstrainer Urs Fischer per sofort zum FC Basel wechselt. Nur wenige Tage später gibt der FC Thun bekannt, wer künftig an der Seitenlinie stehen wird: Mit Ciriaco Sforza konnten die Verantwortlichen einen klingenden Namen verpflichten. Allerdings nur im Rahmen eines ­Vertrags mit dreimonatiger Probezeit, wie sich später herausstellen sollte.

Sauser beendet Karriere

Ende Juni beendet der Sigriswiler Christoph Sauser seine Profikarriere. In den letzten 22 Jahren holte der 39-Jährige vier Weltmeistertitel, zwei Weltcup­gesamtsiege sowie Bronze an den Olympischen Sommerspielen in Sydney. Sauser geht aber auch als Pechvogel in die Geschichte des Mountainbikesports ein. Zweimal tritt er an Olympischen Spielen als klarer Favorit an, zweimal reist er ohne Medaille heim: Während 2004 die Kette reisst, zieht er sich vor dem sportlichen Höhepunkt des Jahres 2008 eine Verletzung zu. Auch bei seinem letzten Rennen bleibt ihm ein Titel verwehrt: An der Marathon-WM im Südtirol holt Sauser Silber.

Thuner Tagblatt/don

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