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Thuner Stimmvolk entscheidet im Februar über umstrittene Überbauung

Am 9. Februar entscheidet das Thuner Stimmvolk über die umstrittene Überbauung Hoffmatte. Der Gemeindrat wirbt für ein Ja.

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Nebst 180 Wohnungen sollen auf der Hoffmatte (Bild) auch ein Alterspflegeheim mit 96 Plätzen, 55 Alterswohnungen und eine Kindertagesstätte gebaut werden.
Nebst 180 Wohnungen sollen auf der Hoffmatte (Bild) auch ein Alterspflegeheim mit 96 Plätzen, 55 Alterswohnungen und eine Kindertagesstätte gebaut werden.
Christoph Gerber

In Thun entscheidet das Stimmvolk am 9. Februar über die umstrittene Überbauung Hoffmatte. Vorerst geht es um die dafür nötige Zonenplanänderung. Thuns Gemeinderat wirbt für ein Ja.

Er findet laut einer Mitteilung vom Donnerstag, die geplante Überbauung würde einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung des Wohnungsangebots in Thun leisten. Thun verfüge derzeit über einen sehr tiefen Leerwohnungsbestand von 0,49 Prozent.

Die geplante Überbauung werde einen breiten Nutzungs- und Generationenmix aufweisen. Nebst 180 Wohnungen werde sie nämlich auch ein Alterspflegeheim mit 96 Plätzen, 55 Alterswohnungen und eine Kindertagesstätte aufweisen. Die Pflegeheimplätze würden in Thun «dringend benötigt», so der Thuner Gemeinderat.

Der Kanton Bern habe der Stadt Thun nämlich zusätzliche Pflegeplätze zugewiesen. Könnten die Plätze in der Hoffmatte nicht realisiert werden, verfalle Thuns Anspruch auf sie.

Der Thuner Gemeinderat findet auch, die vorgesehene Überbauung sehe einen haushälterischen Umgang mit dem Boden vor und die Wohn- und Aussenräume seien von hoher Qualität.

Abstimmung wegen Referendum

Der Thuner Stadtrat hiess im Oktober die Zonenplan- und Baureglementsänderungen für die Hoffmatte gut. Weil ein Komitee gegen diesen Stadtratsbeschluss das Referendum zustande brachte, kommt es zur Volksabstimmung. Das fragliche Gelände liegt im Gwattquartier neben der Hoffmann Neopac AG und ist heute ungenutzt.

Das Referendumskomitee spricht auf seiner Internetseite von Hochhäusern, welche die Stadt «markant» überragen würden und die Stadtsilhouette «wesentlich» veränderten. Die Überbauung der Hoffmannmatte würde auch zu grossem Mehrverkehr führen.

Zudem seien die Vorgaben der Stadt hinsichtlich Energieeffizienz ungenügend. Das Referendumskomitee befürchtet auch, dass die Wohnungen zu teuer würden.

Thuns Gemeinderat sagt laut Mitteilung dazu, aufgrund der Mitwirkung seien die maximale Gebäudehöhen reduziert worden. Auch habe die Stadt im Quartier bereits eine Tempo-30-Zone eingeführt und der Projektentwickler verspreche, erneuerbare Energien und nachhaltige Mobilität zu fördern.

Wenn Ja ist Kanton am Zug

Sagen Thuns Stimmberechtigte am 9. Februar Ja, wird die Stadt beim Kanton ein Genehmigungsverfahren einleiten. Dabei werden die im Rahmen der öffentlichen Auflage eingegangenen Einsprachen behandelt. Parallel zur Zone mit Planungspflicht wird die Überbauungsordnung zur Genehmigung eingereicht. Auch ein Baugesuchsverfahren wird es noch geben.

(SDA)

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