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Turnaround für Thun-Thunersee Tourismus

Thun-Thunersee Tourismus hat den Turnaround geschafft. Nach finanziell heiklen Jahren sind schon für 2017 schwarze Zahlen in Sicht. Fürs kommende Jahr werden dann 20'000 Franken Gewinn budgetiert.

Ausflugsziel Thun: Die ansässige Tourismusorganisation kann ab nächstem Jahr wieder einen Gewinn budgetieren.
Ausflugsziel Thun: Die ansässige Tourismusorganisation kann ab nächstem Jahr wieder einen Gewinn budgetieren.
Andreas Blatter

Die Stimmung an der Delegiertenversammlung von Thun-Thunersee Tourismus (TTST) war aufgeräumt gestern Abend in der Halle am Riderbach in Oberhofen: Die Delegierten wurden mit Glühwein und Blasmusik empfangen, während auf der Leinwand eindrücklich schöne Landschaftsbilder aus der Region gezeigt wurden.

Und in der Tat gab es etwas zu feiern: Die Zeiten der roten Zahlen bei TTST sind vorbei, für 2018 rechnet der Verein bei Ausgaben von gut 2 Millionen mit einem Ertragsüberschuss von 20'000 Franken. Dies, obschon die Personalkosten markant steigen werden. «Wir konnten nicht auf denselben Sup­port zurückgreifen, wie Interlaken Tourismus das intern tun konnte», sagte Finanzchef Peter Fuchs.

2017 mit sattem Gewinn

Freilich: Auch für 2017 sieht es gut aus: Die Einnahmen übertreffen voraussichtlich die Erwartungen, während die Ausgaben tiefer ausfallen, sodass ein Gewinn von rund 160'000 Franken resultieren dürfte. «Wir werden dieses und nächstes Jahr wieder Eigenkapital aufbauen müssen», mahnte Fuchs. «53'000 Franken sind für einen Verein in dieser Grösse zu wenig.» Die Versammlung genehmigte das Budget 2018 einstimmig.

Logiernächte-Rekord

Auch bei den Logiernächten zeigt der Trend klar aufwärts: Rund 450'000 wurden bis Ende Oktober im ganzen Destinationsgebiet registriert – und damit mehr als im Rekordjahr 2011. Allein Spiez legte um 11,7 Prozent zu, was laut Geschäftsführer Roger Friedli primär auf die Eröffnung des ­Deltaparks zurückzuführen sein dürfte.

«2017 war ein intensives Jahr», sagte TTST-Präsident Roman Gimmel, «weil wir die Geschäftsführung nicht nur von Interlaken zurücknahmen, sondern faktisch neu aufbauten.» Mit Erfolg, wie Gimmel betonte. «Nach schwierigen Jahren 2015 und 2016 ist der Verein organisatorisch und ­finanziell wieder gut aufgestellt.» Noch nicht ganz bewältigt ist der Cyberangriff, welchem TTST Anfang 2017 zum Opfer gefallen war.

Damals erbeuteten Hacker 57 100 Franken von TTST (wir berichteten). «75 Prozent des Betrags sind wieder in unserer Kasse», sagte Gimmel. «Am Rest bin ich noch dran – aber ich bin nicht sicher, ob wir auf diesen am Ende doch verzichten müssen.» Bis 2021 gesichert ist die Pa­norama-Card, wie Roger Friedli ­erklärte. Deren Finanzierung musste neu aufgestellt werden, nachdem die erste Version mitschuldig daran war, dass der Verein finanziell in Schieflage geraten war.

König für Bircher

Thomas König, Direktor des Hotels Freienhof AG, folgt im TTST-Vorstand auf Urs Bircher vom Seepark als Vertreter der Stadt Thun und der Hotellerie. Mit ihnen stiessen die Delegierten nach der Versammlung an – am Apéro, den die Gemeinde Oberhofen mit dem Glühwein zur Begrüssung gespendet hatte. Nicht mehr mit dabei war der Oberhofner Vertreter Philipp Tobler: Er sass schon in der Sitzung, in welcher der Gemeinderat das Budget beriet, das neu aufgelegt werden muss – wegen roter Zahlen.

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