Verein Solina in Stiftung umgewandelt

Steffisburg/Spiez

Am Mittwoch wurden die Akten beurkundet und der Verein Solina in die Stiftung Solina umgewandelt. Präsident bleibt weiterhin Daniel Gobeli.

Neue Rechtsform: Der ehemalige Verein Solina ist neu eine Stiftung (im Bild das Gebäude in Spiez). Bild: zvg

Neue Rechtsform: Der ehemalige Verein Solina ist neu eine Stiftung (im Bild das Gebäude in Spiez). Bild: zvg

Bei der Hauptversammlung vor einem Jahr beschlossen die Mitglieder des Vereins Solina den Wechsel der Trägerschaft vom Verein zu einer Stiftung. Damit wurden die strategischen Weichen gestellt, um die Institution Solina langfristig auf einer stabilen Basis zu betreiben.

Rechtsanwalt und Vorstandsmitglied Gian Sandro Genna trug in der Zwischenzeit alle Fakten für das Projekt Rechtsform zusammen und holte die Bewilligungen ein. «Es war ein grosser Aufwand und viel administrativer Kram. Aber jetzt stehen wir vor der Ziellinie», erklärte er den 15 Stimmberechtigten an der HV vom Dienstag. Am Mittwoch fand nun die Verurkundung statt; damit wurde der Verein in eine Stiftung umgewandelt.

«Es war ein grosser Aufwand und viel administrativer Kram.»Stiftungsratsmitglied Gian Sandro Genna zur Umwandlung

An der Versammlung wurden Prisca Graf Gottschall, Christian Fahrni und Gian Sandro Genna wiedergewählt. Sie sind neben Yvonne Walker, Daniel Wettstein und Elisabeth Schwarz die ersten Stiftungsratsmitglieder. Vereinspräsident Daniel Gobeli präsidiert den Stiftungsrat. Die Vereins- wird zur Stiftungsrechnung. Dem Förderverein Solina, der die bisherigen Vereinsmitglieder übernimmt, wurden 50'000 Franken überlassen.

Gutes Jahresergebnis

Christian Fahrni orientierte die HV über die Fortschritte bei den seit drei Jahren andauernden Bautätigkeiten am Standort Steffisburg. Der Nordflügel sei wieder bezogen.

Das Ambiente von Restaurant und Terrasse konnten die Gäste beim Apéro bereits geniessen. «Wir sind baumässig wie auch finanziell auf Kurs. In einem Jahr sollten die Arbeiten abgeschlossen sein. Doch mit dem Facelifting im Kern kommt noch eine grosse Herausforderung auf uns zu», erklärte Fahrni. Das bestätigte Standortleiterin Silvia Bandy: «Weder für die Bewohner noch für das Personal wird das eine einfache Zeit. Es braucht viel Geduld und Mitarbeitende mit Herz.»

«Es braucht viel Geduld und Mitarbeitende mit Herz.»Silvia Bandy zur Baustelle am Standort Steffisburg

Erfreut zeigte sich Präsident Gobeli, dass trotz der Bauarbeiten eine sehr hohe Auslastung und ein gutes Jahresergebnis erzielt wurden. Das zeige, dass Solina regional bekannt sei und über einen guten Ruf verfüge, hielt er in seinem Jahresbericht fest. An 114'496 Pflegetagen wurden von rund 580 Mitarbeitenden täglich 314 Personen gepflegt.

Geschäftsführer Patric Bhend präsentierte die Rechnung. Der Ertrag aus der Tätigkeit in der Langzeitpflege ist mit 46,02 Millionen um 2,62 Millionen Franken höher als im Vorjahr. Demgegenüber fiel der Personal- und Betriebsaufwand mit 37,24 Millionen um 1,15 Millionen Franken höher aus.

Nach Abzug der Veränderungen in den Fonds und zweckgebun­denen Reserven betrug das Jahresergebnis 4436 Franken. Die Aktiven sind um knapp 10 Millionen Franken angestiegen. Durch die Bauarbeiten ist das Fremdkapital um 5,54 Millionen auf 52,99 Millionen Franken angestiegen. Das erarbeitete Eigenkapital von 12,99 Millionen beläuft sich mit zweckgebundenen Reserven, Fonds und Jahresergebnis auf total 39,11 Millionen Franken.

Thuner Tagblatt

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