Verein will Sitze behalten, SVP strebt Ausgleich an

Habkern

Fürs Vizepräsidium des Gemeinderates von Habkern steigen bei den Wahlen vom 20. Oktober 2 Kandidaten ins Rennen. Für die 7 Ratssitze stehen 2 Frauen und 7 Männer zur Wahl.

Wollen beide Vizepräsident werden: Heinz Tschiemer, Präsident der SVP Habkern (links) und Rolf Zbinden-Michel vom Verein Habkern Zukunft (HaZu). Bilder: PD

Wollen beide Vizepräsident werden: Heinz Tschiemer, Präsident der SVP Habkern (links) und Rolf Zbinden-Michel vom Verein Habkern Zukunft (HaZu). Bilder: PD

9 Mitglieder zählt Habkerns Gemeinderat. Und während Gemeinde um Gemeinde ihre Exekutive verkleinert, bleibt in Habkern auch nach den Gemeindewahlen vom 20. Oktober unverändert. Anders als in manchen anderen Räten, wird in Habkern die Anzahl ausscheidender Mitglieder nicht 1:1 ersetzt und allfällige Bisherige sowie die Neuen somit still gewählt, sondern den Habkerinnen und Habkern wird eine Auswahl vorgelegt.

Zwei Bisherige auf SVP-Liste

«Wir können auf Frauen und Männer zählen, die sich für ein aktives Dorfleben interessieren und auch bereit sind ihren Beitrag zu leisten», sagt Heinz Tschiemer, Präsident der SVP Habkern. Denn was die SVP angeht, figuriert auf deren Liste für die sieben zu vergebenden Ratssitze neben Tschiemer mit Susanne Hutmacher ein zweites Parteimitglied. Spitzenkandidatin für die SVP ist jedoch Parteimitglied Monika Kaufmann, die als Bisherige zuoberst auf der Liste steht.

Den Status «bisher» weist auf der gleichen Liste auch der parteilose Christian Blatter aus. Komplettiert wird das fünfköpfige SVP-Kandidatenkarussell mit dem parteilosen Benjamin Gafner.

Vier Männer sind es, die für die andere politische Kraft im Dorf, dem Verein Habkern Zukunft (HaZu), in den Gemeinderat gewählt werden wollen. Angeführt vom Bisherigen Rolf Zbinden folgen auf der Liste mit Patrick Eichenberger, HaZu-Vereinspräsident Johann Zurbuchen und Hansueli Blatter, drei Neue.

HaZu: «Fünf Sitze halten»

Zu den Zielen von Habkern Zukunft für die bevorstehenden Wahlen befragt, hat Christoph Häni, still gewählter Nachfolger von Gemeindepräsident Markus Karlen und HaZu-Vizepräsident, klare Vorstellungen: «Einerseits wieder die fünf Sitze im neunköpfigen Gemeinderat besetzen und dass vermehrt Familien zuziehen.» Ganz wichtig sei es zudem, dass die Schule im Dorf behalten werden kann. Letzteres bezeichnet SVP-Präsident Heinz Tschiemer «als etwas vom wichtigsten».

Zudem gelte es Infrastrukturen zu verbessern und zu erneuern. «Gemeindewahlen sind in erster Linie Personenwahlen und überhaupt eine Wahl zu ermöglichen ist entscheidend für eine funktionierende Demokratie un dies ist mir ein besonderes Anliegen», sagt Tschiemer.

Ausgleich als Ziel

Seinen Willen, sich politisch im Dorf zu engagieren unterstreicht der SVP-Präsident neben seiner Kandidatur für den Gemeinderat auch mit jener für das Vizepräsidium. Warum sollen die Stimmberechtigten gerade ihn zum Vize machen? «Damit wir über eine ausgeglichene Verteilung an der Spitze des Gemeinderates verfügen», antwortet Tschiemer mit Blick auf den neuen Gemeindepräsidenten Christoph Häni (HaZu).

Fürs gleiche Amt stellt sich der bisherige Gemeinderat, Hänis Parteikollege Rolf Zbinden, zur Verfügung. «Ich konnte in den vergangenen rund fünfeinhalb Jahren Erfahrungen im Gemeinderat sammeln, was bei der anstehenden Wahl ins Vizepräsidium sicher kein Nachteil ist», sagt Rolf Zbinden.

Ansonsten würden seine politischen Positionen sicher jenen seines Mitbewerbers ähneln. «Mir ist es besonders wichtig, dass wir als Gemeinde die Eigenständigkeit bewähren können», sagt Zbinden. Zudem werde auf Gemeindeebene Sachpolitik betrieben. «Dies führt nur im Miteinander zu einem erfolgreichen Resultat», antwortet Zbinden auf die Frage, wie er es als Hazu-Vertreter im Gemeinderat mit der anderen politischen Kraft (SVP) in Habkern hält.

«Wir haben in der Vergangenheit bewiesen, dass beide politischen Kräfte für das Dorf nur das Beste wollen und daran wird sich auch künftig nichts ändern.»

Neun Kandidaten

Am 20. Oktober steht neben der Wahl in den Gemeinderat auch die Bestellung der Schulkommission für die kommende Legislatur an. Und dass den Habker Stimmberechtigten ihre Schule am Herzen liegt, könnte mit ein Grund sein, dass für die sechs Sitze neben 2 Bisherigen, 7 Neue sich aufstellen lassen.

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