Vizepräsident Daniel Kropf beerbt seinen Chef

Der Erizer Gemeindepräsident Daniel Jost tritt auf Ende Jahr zurück. Sein Nachfolger ist Vize Daniel Kropf.

Daniel Kropf (ganz links) ist neuer Gemeindepräsident von Eriz. Andreas Wanzenried (ganz rechts) nimmt Einsitz im Gemeinderat. Foto: hko

Daniel Kropf (ganz links) ist neuer Gemeindepräsident von Eriz. Andreas Wanzenried (ganz rechts) nimmt Einsitz im Gemeinderat. Foto: hko

Nach zehn Jahren im Gemeinderat, davon neun als dessen Präsident, tritt Daniel Jost auf Ende Jahr von diesem Amt zurück. Als Nachfolger wählten die 43 am Samstagnachmittag im Schulhaus Bieten anwesenden Stimmberechtigten (11,3 Prozent) den bisherigen Vizepräsidenten Daniel Kropf. Neu ins Gremium gewählt wurde Andreas Wanzenried. Diese Kandidaten waren vom Gemeinderat nominiert worden. Aus der Mitte der Gemeindeversammlung erfolgten keine weiteren Vorschläge.

Als Nachfolgerinnen der aus der Schulkommission zurücktretenden Monika Jaun und Sonja Wanzenried wurden Astrid Fahrni und Stefanie Schäfer gewählt.

Defizitäres Budget

Das von Gemeindeverwalterin Charlotte Küenzi erläuterte Budget 2019 sieht im Gesamthaushalt (inklusive Spezialfinanzierungen Wasser, Abwasser und Abfall) bei einem Ertrag von 2,047 Millionen Franken einen Aufwandüberschuss von 108455 Franken vor. Der allgemeine Haushalt schliesst bei einem Ertrag von 1,812 Millionen Franken mit einem Defizit von 61730 Franken ab. Die Steueranlage bleibt mit 1,85 Einheiten unverändert, ebenso diejenige für die Liegenschaftssteuern mit 1,5 Promille des amtlichen Wertes. An Nettoinvestitionen sind 86800 Franken geplant.

Der Finanzplan 2018–2023 sieht bei einer unveränderten Steueranlage jährliche kleinere Defizite vor, womit das Eigenkapital von gegenwärtig etwas über 1 Million Franken unter diesen Wert sinken werde, sagte Küenzi.

Ist das Wasser zu günstig?

Beim Budget gab die Wasserversorgung zu reden, bei welcher ein Defizit von 11375 Franken geplant ist. Aus rund einem Dutzend Wortmeldungen ging hervor, dass einige Bürger offenbar der Auffassung sind, Eriz verkaufe das Wasser zu günstig an Nachbargemeinden. «Wenn wir den Preis zu hoch ansetzen, besteht die Gefahr, dass Gemeinden abspringen», wurde von gemeinderätlicher Seite gewarnt. Zudem wurde mitgeteilt, dass Bestrebungen zur Schaffung eines – früher abgelehnten – Wasserverbunds im Gang seien. Nach der Debatte genehmigte der Souverän das Budget schliesslich dennoch einstimmig.

Dem Verpflichtungskredit von 241000 Franken für die Sanierungen der Leitungen und der ARA Linden wurde nach einigen wenigen Verständnisfragen zugestimmt. Am Schluss der ­Versammlung würdigte und ­verdankte der neue Gemeindepräsident Daniel Kropf die ­Verdienste von Daniel Jost und überreichte diesem unter lang anhaltendem Applaus ein Geschenk. (hko)

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