Vor 100 Jahren schlug der Blitz in die Thuner Stadtkirche ein

Ein Blitzschlag in die Turmspitze der Stadtkirche schreckte vor 100 Jahren die Thuner Bevölkerung auf. Doch es war Glück im Unglück.

Der Blitzschlag in die Stadtkirche vor 100 Jahren ging glimpflich aus.

Der Blitzschlag in die Stadtkirche vor 100 Jahren ging glimpflich aus.

(Bild: Patric Spahni)

Am Montag, 17. Juni 1918, berichtete das «Thuner Blatt» über eine während eines kurzen Gewitters erfolgte «starke Detonation», die zwei Tage zuvor die Thuner Bevölkerung aus der Mittagsruhe geschreckt hatte.

«Dieser knallende Blitz hatte nun nichts weniger als unsern schönen Kirchturm zum Ziele auserkoren.»«Thuner Blatt», 17. Juni 1918

«Dieser knallende Blitz hatte nun nichts weniger als unsern schönen Kirchturm zum Ziele auserkoren, und an der südlichen Seite der Spitze einige Ziegel eingeschlagen, so dass man ein ordentliches Loch erblicken konnte.»

Glücklicherweise habe der Blitz nicht gezündet und weiteres Unheil angerichtet. Dafür seien in einem ziemlich weiten Umkreis zahlreiche Sicherungen der elektrischen Leitungen geschmolzen.

Was vor 100 Jahren sonst noch für Schlagzeilen sorgte:

  • 3. 6. 1918 Das umgebaute, mit Komfort versehene Hotel Thunerhof bietet nicht nur seinen Gästen, sondern auch der einheimischen Bevölkerung alltäglich zwei Konzerte.
  • 4. 6. 1918 Notar Günter sowie Alt-Kapitän Eschmann wurden an der Hauptversammlung des Verkehrsvereins Thun zu Ehrenmitgliedern ernannt.
  • 11. 6. 1918 An der Versammlung der Haus- und Grundeigentümer von Thun und Umgebung wurde von über 100 Personen die Gründung eines Vereins beschlossen.
  • 14. 6. 1918 Gottfried Sturm hat von der Verwaltungskommission der Carnegie-Stiftung ein Ehrendiplom und eine silberne Uhr erhalten. Er rettete im Juni 1917 Boulaz vom Ertrinken.
  • 19. 6. 1918 Die ein Jahr vor Kriegsbeginn bis Ende 1917 von K. Bieri zum Hotel Kreuz in In­terlaken geführte Schiffsrestauration auf dem Thunersee wurde von P. Gubelmann in Scherzligen übernommen.
  • 20. 6. 1918 In Thun sind im Winter 1917/1918 an 657 bedürftige Primarschüler, 52 Sekundarschüler und 72 Progymnasiumsschüler täglich 241,6 Liter Milch verabreicht worden. 165 Schüler erhielten mittags eine Suppe.
  • 24. 6. 1918 Die Erhebungen über die Anbauflächen von Kartoffeln ergeben in der Gemeinde Thun folgendes Resultat: Grösse der Anbaufläche 5107,88 Aren. Durchschnittliche Zahl der Haus­haltungsmitglieder 4830.
  • 28. 6. 1918 Über die Milchsiederei Berna Milk Co. im Schwäbis und die Fabrik Astra im Glockental wurde die Arbeitersperre verhängt. Zwei Drittel der Arbeiter sind im Ausstand.

Quelle: Stadtarchiv Thun.

mbs

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