Wasser zum Bewässern wird günstiger

Oppligen

Die zunehmend trockenen Jahreszeiten haben Folgen für die Landwirte. Das Wasser zum Bewässern der Felder wird günstiger.

Landwirte in Oppligen bezahlen zukünftig weniger für die Bewässerung der Felder.

Landwirte in Oppligen bezahlen zukünftig weniger für die Bewässerung der Felder.

(Bild: Tamedia/Urs Jaudas)

Marco Zysset@zyssetli

Landwirte, welche in Oppligen ihr Kulturland bewässern, müssen künftig weniger in die Tasche greifen. Das entschieden die 15 anwesenden von insgesamt 487 Stimmberechtigten am Mittwochabend an der Gemeindeversammlung in der Turnhalle einstimmig.

Bislang bezahlten die Landwirte 1.50 Franken pro verbrauchten Kubikmeter Wasser. Künftig wird ihnen nur noch der Tarif der Wasserversorgung Blattenheid verrechnet, plus ein Zuschlag von 10 Prozent sowie die Mehrwertsteuer. Der Gemeinderat hatte die entsprechende Reglementsänderung vorgeschlagen, weil infolge der immer trockener werdenden Jahreszeiten immer mehr Wasser für Bewässerungen verbraucht wurde.

Rechnung mit Ertragsüberschuss

Mit einem Ertragsüberschuss von insgesamt 111360 Franken schliesst die Rechnung 2018 der Gemeinde Oppligen im Gesamthaushalt um 137910 Franken besser ab als budgetiert. Den Löwenanteil zu dieser Summe steuern die Überschüsse aus den Spezialfinanzierungen Wasserversorgung sowie Abwasserentsorgung bei. Im allgemeinen, mit Steuergeldern finanzierten Haushalt beläuft sich der Ertragsüberschuss für das Jahr in Oppligen auf 8617 Franken.

«Steuersenkung war richtig»

Die allgemeinen Steuern fielen gemäss Gemeindepräsident Peter Schmid um rund 75000 Franken tiefer aus als budgetiert. Der Grund liegt bei den juristischen Personen, welche rund 90000 Franken weniger in die Gemeindekasse spülten als budgetiert.

Immerhin fielen im Gegenzug die Sonderveranlagungen gegenüber dem Budget um 12500 Franken höher aus. Das Eigenkapital beträgt neu gut 1,118 Millionen Franken. «Damit hat sich bewahrheitet, dass der Entscheid vom letzten Herbst, die Steuern zu senken, richtig war», sagte Gemeindepräsident Schmid.

Die Versammlung genehmigte die Rechnung einstimmig. Ebenfalls ein Ja gab es zum geplanten Schul- und Turnhallentrakt für die Sekundarschule Wichtrach. Die sechs Gemeinden des Sek-Verbandes wollen dort den Altbau mit einem 11,8 Millionen Franken teuren Neubau ersetzen. Aus Wichtrach, Kirchdorf, Kiesen und Gerzensee gab es bereits ein Ja – womit der Entscheid in Oppligen zur Formsache verkam.

Neu mit Basisstufe

Neuerungen in Sachen Schule gibt es im nächsten Sommer auch in Oppligen selber: Weil es im Dorf immer weniger Kindergarten- und Primarschulkinder gibt, wird auf das Schuljahr 2019/20 die Basisstufe eingeführt, die den Kindergarten sowie das erste und zweite Schuljahr verbindet. In den Basisstufenklassen werden Kinder im Alter von 4 bis 8 Jahren gemeinsam unterrichtet.

«Wir freuen uns darauf, mit diesem Schulsystem auch den Schulstandort vorerst sicherzustellen», hatte Gemeindepräsident Peter Schmid bereits im Vorfeld der Versammlung im Infoblatt der Gemeinde geschrieben. Damit kehren die Kindergärteler zurück aus Kiesen, wo sie derzeit noch unterrichtet werden.

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