Wasseranschluss nach Oberdiessbach

Linden

Mit einer Wasserleitung zum Reservoir Schwand in Oberdiessbach wird die Versorgung gesichert. Dafür wurde ein Kredit von 1,3 Millionen bewilligt.

Die Wasserversorgung ist gesichert: Linden bewilligte einen Kredit von 1,3 Millionen Franken für eine Wasserleitung zum Reservoir Schwand.

Die Wasserversorgung ist gesichert: Linden bewilligte einen Kredit von 1,3 Millionen Franken für eine Wasserleitung zum Reservoir Schwand.

(Bild: iStock)

Linden wird heute mit Wasser aus der Jassbachquelle versorgt. Von der Quelle im etwas tiefer in Richtung Emmental gelegenen Ortsteil wird das kost­bare Nass hochgepumpt nach Linden, wo das Leitungsnetz bisher am Dorfrand endet. Zur besseren Versorgung der ­Gemeinde mit Wasser ist eine neue Verbindungsleitung zum Reservoir Schwand in Oberdiessbach geplant.

Damit wird auch gleich noch die Gebäudegruppe im Grafenbühl erschlossen. Für die Ausführung des Projekts, das Ende 2018 bereits kurz vorgestellt worden war, wurde jetzt ein Kredit über 1,3 Millionen dem Souverän beantragt.

Nur 2,5 Prozent des Stimmvolks

Ein zweites Standbein bei der Wasserversorgung zu haben, sei eine Auflage des Kantons, erklärte Gemeinderat Beat Engel den 25 Stimmberechtigten (2,5 Prozent). Das Reservoir der Wasserversorgungsgenossenschaft Oberdiessbach im Schwand biete Platz für den Einbau einer Pumpe. Da im Gegenzug auch Wasserbezug aus Linden möglich werde, zahle der Nachbar auch etwas daran, warb Engel an der Gemeindeversammlung im Gasthof Linde für das Projekt.

Dessen Nettokosten nach Abzug der Subventionen würden sich für die Gemeinde auf gut 600'000 Franken belaufen, sagte der Gemeinderat. Dennoch wurde Kritik an den angeblich zu hohen Kosten geäussert von zwei Votanten, die zudem das Fehlen von Alternativen wie einer neuen Quellfassung oder Anschluss nach Röthenbach oder Heimenschwand bemängelten.

Alternativen mit Mängeln

Diese Alternativen seien vorgängig geprüft und verworfen worden, erklärte Lukas Allenbach. Der projektleitende Ingenieur betonte, dass auf der Zulgseite nur eine Quelle existiere, die bereits fünf Gemeinden versorge. Im Fall von Röthenbach würden sich beim Pumpwerk und beim Quellgebiet Probleme stellen, sagte Allenbach. Er verwies darauf, dass der Kanton «nur die beste Lösung unterstützt».

Zudem werde mit dem Anschluss in Oberdiessbach noch eine weitere Vernetzung zur Wasserversorgung Blattenheid möglich. «Das ist mit Abstand die beste Lösung für uns», hob Gemeindepräsident Thomas Baumann hervor. Mit nur zwei Gegenstimmen wurde der 1,3-Millionen-Franken-Kredit danach gutgeheissen. Im Frühjahr 2020 soll der Baustart erfolgen für den Wasserverbund und dieser 2021 betriebsbereit sein.

Neu mit Verwaltungsleiterin

Mit zwei Enthaltungen genehmigt wurde auch eine Teilrevision des Personalreglements. Damit wird bestätigt, dass Gemeindeschreiberin Jacqueline Weber die Verwaltung leitet. Ihr unterstellt ist Andreas Durrer, der neue Finanzverwalter aus Bern.

Die Rechnung weist im Gesamthaushalt bei knapp 5 Millionen Aufwand einen Ertragsüberschuss von gut 100'000 Franken aus. Dies dank positiven Abschlüssen aller Spezialfinanzierungen. Der allgemeine Haushalt schloss mit Aufwandüberschuss ab.

Thuner Tagblatt

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