Weg für die Campingplatz-Sanierung ist frei

Thun

Nach dem einstimmigen Ja im Thuner Stadtrat können die Stadt und der TCS die Sanierung des Campings im Gwatt in Angriff nehmen.

Der Eingangsbereich des TCS-Campings im Gwatt.

Der Eingangsbereich des TCS-Campings im Gwatt.

(Bild: Patric Spahni)

Campieren liegt im Trend – nicht nur, aber auch in Thun. Waren es 2013 noch gut 15'000 Gäste, die sich für einen Aufenthalt auf dem TCS-Camping entschieden, verzeichnete der Betrieb letztes Jahr fast 21'000 Besucher. Mit dieser Entwicklung bisher nicht mithalten konnte die Infrastruktur des Platzes. Die Stadt als Eigentümerin der Landparzelle und der TCS als Mieter realisierten die Anlage in den 80er-Jahren. Seither hat sie sich nicht wesentlich verändert.

Nun soll der Camping jedoch eine Verjüngungskur erhalten. Der Stadtrat genehmigte am Donnerstag einen Kredit von 1,010 Millionen Franken zur Sanierung und Erweiterung der Camping-Infrastruktur einstimmig. Insgesamt belaufen sich die Kosten des Projekts auf 3,917 Millionen Franken, wovon auch der TCS für den Mieterausbau eine gute Million übernimmt.

«Ausgewogen, notwendig»

Kritische Voten gab es vor allem im Detailbereich. So monierte Adrian Christen (SP), dass bei der Energie – etwa bei der Warmwassergewinnung durch die Sonne – mehr drin gelegen wäre. «Und wieso macht Thun nicht den ersten klimaneutralen Campingplatz der Schweiz?», so Christen. Support für die bessere Nutzung der Sonne erhielt er von Till Weber (Grüne/JG).

Die restlichen Fraktionen lobten das Geschäft mehrheitlich vorbehaltlos. Mark van Wijk (FDP) begrüsste das «ausgewogene und notwendige Projekt». Zudem sei der TCS auch künftig der geeignete Partner für die Stadt. Philipp Deriaz (SVP) sprach von einem «grossen Betrag», der sich langfristig aber lohnen werde. Und Alois Studerus (CVP/EVP/EDU) stellte das Geschäft in die laufenden Arbeiten im Bonstettenpark. «Es ist logisch, dass wir auch hier Ja sagen.» Losgehen soll es mit der Sanierung nun ab Oktober.

Thuner Tagblatt

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