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Wenn sich der Pianist in die Halfpipe wagt

Die Herbstausgabe der Jahreszeiten­konzerte in der Kirche Blumenstein geht am Sonntag unter erschwerten Bedingungen über die Bühne.

Der Pianist Yuka Oechslin und seine Frau und Cellistin Mirjana Reinhard haben 2016 die Leitung der Jahreszeitenkonzerte in der Kirche Blumenstein übernommen (Archivbild).
Der Pianist Yuka Oechslin und seine Frau und Cellistin Mirjana Reinhard haben 2016 die Leitung der Jahreszeitenkonzerte in der Kirche Blumenstein übernommen (Archivbild).
zvg/Vera Markus

Profis erkennt man daran, dass sie sich unter schwierigsten Umständen nicht aus dem Konzept bringen lassen. Das trifft auch auf den Pianisten Yuka Oechslin zu, der mit seiner Frau, der Cellistin Mirjana Reinhard, 2016 die Leitung der Jahreszeitenkonzerte in der Kirche Blumenstein übernommen hat.

Am Sonntag, 20. Oktober, wird Oechslin ab 17 Uhr an seinem Flügel sitzen und spielen – allerdings unter erschwerten Bedingungen. In seiner Jugend war er ein begeisterter Skateboarder, und vor sechs Wochen wagte er sich wieder einmal in eine Halfpipe und brach sich den Ellbogen. Den Arm zu strecken und zu beugen, macht ihm immer noch Probleme, doch die Feinmotorik der Hände und Finger sei nicht beeinträchtigt, sagte Mirjana Reinhard auf Anfrage.

Zwei Gastmusiker

Das Publikum kann sich also auf zwei Stücke des böhmischen Komponisten Antonín Dvo?ák (1841–1904) freuen, der im Zentrum der Jahreszeitenkonzerte 2019/2020 steht. Zur Aufführung gebracht werden das Klaviertrio Nr. 4 «Dumky» in e-Moll op. 90 und das Klavierquartett Nr. 2 in Es-Dur op. 87.

Auf dem Programm stehen zudem «Thema und Variationen für Geige und Klavier» von Olivier Messiaen (1908–1992) sowie die «Interaktionen» für Violine, Viola, Cello und Klavier von David Philip Hefti (*1975). Gastmusiker des Ehepaars Reinhard/Oechslin sind Erika Schutter (Violine) und Hannes Bärtschi.

Aufeinander eingestimmt

Schutter, Reinhard und Oechslin sind musikalisch seit langem aufeinander eingestimmt: Sie traten zehn Jahre gemeinsam als Trio auf, das letzte Mal vor fünf Jahren. Seither spielt Schutter häufig in Orchestern, etwa dem Zürcher Kammerorchester, und ist seit 2014 Mitglied der Festival Strings Lucerne. Hannes Bärtschi wiederum ist den treuen Besucherinnen und Besuchern der Jahreszeitenkonzerte gut bekannt, trat er doch schon öfter in der Kirche aus dem frühen 14. Jahrhundert auf.

Mit den «Interaktionen» machen die Jahreszeitenkonzerte einen Abstecher in die zeitgenössische Musik. Das 13-minütige Werk, mit dem der Komponist David Philip Hefti den 1. Preis beim Pablo-Casals-Wettbewerb in Prades (Südfrankreich) gewann, wird das Publikum vor eine grössere Herausforderung stellen als die leichter zugänglichen Werke Dvo?áks.

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