Widerstand gegen 5G-Antenne der Swisscom

Reutigen

Überall regt sich Widerstand gegen den Bau von 5G-Mobilfunkantennen – nun auch in Reutigen.

Der Standort würde sich mitten im Dorf, in unmittelbarer Nähe von Kindergarten, Schulhaus und Landwirtschaft befinden.

Der Standort würde sich mitten im Dorf, in unmittelbarer Nähe von Kindergarten, Schulhaus und Landwirtschaft befinden.

(Bild: Melanie Duchene)

«Unter dem Motto Natürlich-Ländlich-Echt will die Gemeinde Reutigen ihren Einwohnern einen lebens- und liebenswerten Ort bieten – vielleicht sogar ein Stück Heimat.» Mit diesem Satz beginnt die Einladung der Familien Frey, Sigrist und Gottier zu einem Informationsabend zur geplanten 5G-Mobilfunkantenne in Reutigen. Sie alle wohnen neben der Liegenschaft Dorfstrasse 20, auf der die Antenne installiert werden soll.

Der Standort befinde sich mitten im Dorf, in unmittelbarer Nähe von Kindergarten, Schulhaus und Landwirtschaft, was angesichts der Ungewissheit über die negativen Einflüsse der Strahlenbelastung «komplett unpassend» sei, wie es in der Einladung weiter heisst. Durch die Antenne werde zudem das Ortsbild verschandelt, und es sei eine Wertverminderung der Liegenschaften zu erwarten.

Der Informationsabend findet am Donnerstag, 6. Juni, um 20 Uhr im Restaurant Hirschen in Reutigen statt. Ein Vertreter des Vereins gigaherz.ch wird zum Thema 5G referieren, zudem gibt es Informationen und Unterstützung zum Einspracheverfahren.

«Es geht nicht ums Geld»

Dabei sein wird auch Bruno Burger. Er ist Geschäftsleiter der Landmaschinenfirma Burger Reutigen AG und Besitzer der Liegenschaft Dorfstrasse 20. Warum ist er einverstanden, dass die Swisscom dort eine 5G-Antenne aufstellt? «Aus Überzeugung», sagt er wie aus der Pistole geschossen. «Ich benutze selber ein Mobiltelefon und und verkaufe auch Landmaschinen, bei denen die 5G-Technologie zum Einsatz kommt, etwa zur Positionsbestimmung bei autonomen Sämaschinen.» Er vertraue auf das Bundesamt für Umwelt, das 5G-Antennen für gesundheitlich unbedenklich erklärt habe. «Es geht mir auch nicht ums Geld», fügte er an. «In einer kleinen Gemeinde wie Reutigen ist die Entschädigung, die die Swisscom bezahlt, nicht sehr hoch.»

Thuner Tagblatt

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