Wie weiter mit den ungeliebten Antennen?

Steffisburg

Bis am 15. April läuft in Steffisburg die öffentliche Mitwirkung zur Baurechtlichen Grundordnung. Dabei geht es etwa um das Thema Mobilfunkanlagen.

Auf grosses Interesse stiessen die Erklärungen von Gemeindepräsident Jürg Marti (Gesicht zur Kamera) zu den Zonenplänen Nord und Süd.

Auf grosses Interesse stiessen die Erklärungen von Gemeindepräsident Jürg Marti (Gesicht zur Kamera) zu den Zonenplänen Nord und Süd.

(Bild: Hans Kopp)

Ein weiteres Mal kommen in der Steffisburger Ortsplanungsrevision Bürgerinnen und Bürger zu Wort: Nun läuft das öffentliche Mitwirkungsverfahren zur Baurechtlichen Grundordnung. In zwei identischen Informationsveranstaltungen wurde das Vorhaben vorgestellt.

Es war am Samstagvormittag im Gemeindehaus keine langweilige Bilder-Präsentation, an welcher dies geschah. Im Gegenteil. An verschiedenen Posten konnten sich die Interessierten über die Baurechtliche Grundordnung und deren Instrumente informieren. Mitglieder des Gemeinderats und Fachpersonen aus der Verwaltung erläuterten den Besucherinnen und Besuchern die Materie und beantworteten Fragen.

Auf besonders grosses Interesse stiessen das Baureglement und die Zonenpläne Nord und Süd. Das neue Baureglement der Gemeinde Steffisburg richtet sich inhaltlich nach dem Musterreglement des Kantons Bern. Eine wesentliche Änderung besteht darin, dass auf die Festlegung der Geschossigkeit und der Nutzungsziffer (ehemals Ausnützungsziffer AZ) bei den Regelbauzonen verzichtet wird. Mit einer neuen Bestimmung soll die Gemeinde die Möglichkeit erhalten, den preisgünstigen Wohnraum zu fördern.

Im Weiteren wird auch ein neuer Artikel bezüglich der Mobilfunkantennen aufgenommen. «Ich vermisse Angaben über Standorte», bemerkte ein Bürger. Das sei Sache der Anbieter, lautete die Antwort der Gemeinde. Zudem seien die übergeordneten Bestimmungen sehr weitreichend und erlaubten kaum eine Einflussnahme der Gemeinden. Offenbar gingen Versorgungssicherheit und Wirtschaftsfreiheit beinahe allem vor.

Neue Buslinie geplant

In den von Gemeindepräsident Jürg Marti (SVP) erläuterten Zonenplänen Nord und Süd werden, basierend auf der übergeordneten Gesetzgebung, die neuen Vorgaben bezüglich Verdichtung nach innen und Umgang mit Kulturland übernommen.

Der Richtplan Verkehr sieht unter anderem Massnahmen für den Individualverkehr und eine neue tangentiale Busverbindung Steffisburg Dorf–Steffisburg Bahnhof–Thun vor. Das ganze Planungspaket umfasst zudem den Richtplan Energie, einen Schutzzonenplan und Zonenpläne Gewässerraum Nord und Süd.

«Mich freut das grosse Interesse, das der Ortsplanungsrevision entgegengebracht wird», sagte Jürg Marti gegenüber dieser Zeitung. In den Gesprächen seien vor allem bei Einzonungen Befürchtungen und Ängste aufgetaucht.


Eingabefrist für die Mitwirkung ist der 15. April. Unterlagen unter zukunftsraum.steffisburg.ch/de/neuigkeiten oder auf der Gemeindeverwaltung.

Thuner Tagblatt

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