Wie wird die Badi attraktiver?

Steffisburg

Wie soll das Schwimmbad Gumm in Steffisburg fit für die Zukunft gemacht werden? Ein politischer Vorstoss stösst auf offene Ohren.

Die Gumm-Badi in Steffisburg: Der Gemeinderat will eine ganzjährige Öffnung in einem nächsten Schritt prüfen.

Die Gumm-Badi in Steffisburg: Der Gemeinderat will eine ganzjährige Öffnung in einem nächsten Schritt prüfen.

(Bild: Manuel Berger)

Wie kann sich das Freibad Gumm durch sein Angebot im Wettbewerb abheben? Mit welchen Mitteln und Massnahmen kann die Attraktivität gesteigert werden? Was für Potenziale lässt die Zone zu? Diese Fragen stellte die Fraktion FDP/GLP dem Gemeinderat im Juni mittels eines Postulates. Aus Sicht der Postulanten ist die Infrastruktur der Schwimmbadanlage veraltet und erfüllt die Anforderungen eines Treffpunkts für Jung und Alt nur noch bedingt.

Ganzheitlicher Ansatz nötig

Dem Erstunterzeichnenden des Vorstosses, Konrad Moser (FDP), geht es dabei nach der weitestgehend abgeschlossenen Sanierung der undichten Schwimmbecken um ein ganzheitliches, längerfristiges Konzept: «Die Badi wird zurzeit vorbildlich geführt», sagt er. «Doch für die Zukunft bringt nur ein ganzheitlicher Ansatz Erfolg und bereitet den Badegästen Freude.»

Im Postulat wird skizziert, in welche Richtung es gehen könnte: «Mit einer konstanten höheren Wassertemperatur könnte das Bad über eine längere Betriebszeit genutzt werden, oder es könnte eine Anbindung der nahen Zulg ins zukünftige Konzept aufgenommen werden», schreiben die Postulanten.

Gegenüber dieser Zeitung führt Moser aus: «Mit einer konstanteren Temperatur mittels umweltfreundlicher Erwärmung könnten die Schulen besser planen. Es müsste aber folglich auch der Standort des Kinderplanschbeckens neu überdacht werden.» Auch das Restaurant könnte attraktiver gestaltet werden und der Zugang beispielsweise ohne Badieintritt möglich werden, findet Moser.

Badi ganzjährig offen?

In seiner Antwort geht der Gemeinderat lediglich indirekt auf die konkreten Vorschläge des Postulats ein. Wegen der hohen Wasserverluste ab der Saison 2015 habe er der Ausarbeitung eines Gesamtkonzepts zugestimmt. Nebst der dringenden Beckensanierung solle dieses Konzept aufzeigen, wie das Freibad in «technischer, energetischer und betriebswirtschaftlicher Hinsicht nachhaltig saniert werden kann».

Im letzten Jahr dann, schreibt der Gemeinderat, sei die Abteilung Hochbau/Planung beauftragt worden, eine «Öffnung des Freibades im hinteren Teil zur kostenlosen und eventuell ganzjährigen Nutzung» zu prüfen.

Nach Abklärung mit den kantonalen Amtsstellen wurde aber vorläufig auf eine ganzjährige Öffnung des östlichen Badibereichs verzichtet, «da notwendige bauliche Massnahmen im Uferbereich Einfluss auf das Projekt Hochwasserschutz/Längsvernetzung Zulg haben, welches nicht verzögert werden darf».

Annahme beantragt

Die ganzjährige Öffnung und die dazu erforderlichen baulichen und betrieblichen Anpassungen, wie beispielsweise der Ersatz des Kinderplanschbeckens oder die Eintrittsregelung für den Badibereich, seien in einem nächsten Schritt zusammen mit den zu erwartenden Kosten zu erarbeiten, so der Steffisburger Gemeinderat.

Aus seiner Sicht zielt das Postulat der FDP/GLP-Fraktion aber in die von ihm bereits eingeschlagene Richtung. Deshalb beantragt er dessen Annahme.

Thuner Tagblatt

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