«Wir brauchen jeden einzelnen Meter»

Steffisburg

Am Freitag heisst es zwischen Unterdorf und Dorfkirche bereits zum 25. Mal Chrischtchindlimärit. Längst ist der Traditionsanlass an seine Kapazitätsgrenzen gestossen. 240 Marktstände warten auf Besucher.

Festliche Stimmung am Steffisburger Chrischtchindlimärit.

Festliche Stimmung am Steffisburger Chrischtchindlimärit.

(Bild: David Oesch)

Wer unter Platzangst leidet, dem sei ein Ausflug nach Steffisburg am Freitag nicht empfohlen. Für viele Kauffreudige, Schaulustige und Heimweh-Steffisburger hat der Chrischtchindlimärit dagegen einen fixen Platz in der Agenda. Der traditionelle Anlass findet zum 25. Mal statt. Zum Jubiläum setzt das OK auf das seit Jahren bewährte Programm (vgl. Kasten); spezielle Aktionen sind nicht geplant. «Für alle Marktfahrer, die zum 25. Mal mit dabei sind, haben wir ein kleines ‹Merci› parat», verrät Markus Trachsel. Wie viele Standbetreiber in diese Kategorie fallen, muss der Marktchef noch auszählen.

Rund 15 000 Leute erwartet

Was die Dimensionen anbelangt, bewegt sich der Märit in denselben Sphären wie in den letzten Jahren. «Es werden wieder rund 240 Marktstände aus nah und fern zu entdecken sein», sagt Trachsel. Für mehr hätte es im Perimeter zwischen der Unterdorfstrasse auf Höhe Restaurant Saagi und der Dorfkirche auch gar keinen Platz. «Der Märit hat seine mögliche Grösse erreicht. Wir brauchen jeden einzelnen Meter», hält Markus Trachsel fest.

Punkto Besucheraufkommen rechnet er mit einem ähnlichen Wert wie 2015, als etwa 15 000 Menschen auf die Flaniermeile nach Steffisburg kamen. «Vielleicht werden die guten Wetteraussichten noch einige zusätzliche Besucher anlocken», sinniert Trachsel.

Busregime wird beibehalten

Letztes Jahr hatten sich die Verkehrsbetriebe STI, unterstützt vom Märit-OK, für ein neues ÖV-Regime entschieden. Erstmals überhaupt verkehrten im Marktperimeter keine Busse mehr; für den Individualverkehr galt das Verbot schon seit Jahren. Die STI begründete den Versuch mit der Sicherheit für Buspassagiere und Marktbesucher, die sie je länger, je weniger gewährleisten konnte. Die Endstation der Linie 1 wurde zwischen 13 und 23 Uhr zur Haltestelle Bösbach vorverlegt. Die Haltestellen Platz, Dorf, Kirche und Flühli wurden nicht bedient.

«Der Versuch hat sich bewährt, deshalb handhaben wir es dieses Jahr gleich», so Trachsel. Lediglich der Schwerverkehr müsse ­gezwungenermassen durch den Perimeter geleitet werden. «Es handelt sich aber nur um ein paar wenige Fahrzeuge.» Die Märit-besucher hätten 2015 positiv auf die Neuerung reagiert; wegen der vorübergehend geänderten Busroute seien keine negativen Rückmeldungen eingegangen. Grundsätzlich empfiehlt das OK allen Besuchern die Anreise mit dem öffentlichen Verkehr.

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt