Wüster Streit zwischen Nachbarn

Thun

Ein heftiger Nachbarschaftsstreit schafft es bis in die nationalen Medien. Man befasse sich seit Jahren mit dem Fall, sagt Thuns Sicherheitsvorsteher Peter Siegenthaler.

In seiner Online-Ausgabe zeigt der «Blick» sogar Bilder einer Überwachungskamera.

In seiner Online-Ausgabe zeigt der «Blick» sogar Bilder einer Überwachungskamera.

(Bild: Screenshot)

Stefan Geissbühler

«Attacken mit Flammenwerfer, Petarden und Pfefferspray – so terrorisiert X seine Nachbarn»: Diesen Titel setzte der «Blick» am Samstag über eine Story zu einem Nachbarschaftsstreit in Thun. Auslöser für den Zwist sei ein gemeinsamer Weg: Y muss diesen benutzen, um in einen gemieteten Garten zu gelangen – dies passe X aber nicht. Er macht «Sondernutzungsrechte» geltend. Sobald Y in den Garten gelangen wolle, wird er laut «Blick» von X mit Petarden beworfen oder mit Pfefferspray besprüht. Einmal habe X sogar einen selbst gebastelten Flammenwerfer gezückt, ihm das Gesicht zerkratzt – und Morddrohungen ausgestossen.

Laut «Blick» dauert der Streit bereits neun Jahre, die Bussen von X würden sich aufgrund der vielen Strafbefehle auf mehrere Zehntausend Franken belaufen. Gegenüber der Zeitung nimmt die Kindes- und Er­wachsenenschutzbehörde keine Stellung – sie beruft sich auf das Amtsgeheimnis. Beim Bedrohungsmanagement tausche man sich mit der Polizei aus.

Auf Anfrage dieser Zeitung bestätigt die Kantonspolizei Bern, dass sie aufgrund von Meldungen zu Streitereien mehrere Male an die betreffende Adresse in Thun ausgerückt sei. Angaben zu einzelnen Personen mache man aber grundsätzlich nicht, wie Polizeisprecher Dino Dal Farra ausführt.

Das sagt der Thuner Sicherheitsvorsteher Peter Siegenthaler (SP) zum Nachbarschaftsstreit: «Wir kennen den Fall seit Jahren, und es hat ein runder Tisch mit den Betroffenen und den Behörden stattgefunden – leider erfolglos.» Und er gibt zu bedenken: «Wenn sich Menschen nicht verstehen, kann es leider zu solchen Eskalationen kommen.» Man werde den Fall genau im Auge behalten und gegebenenfalls wieder polizeilich eingreifen.

Thuner Tagblatt

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