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Ziehen Pro-Joki-Initianten zurück?

Nach der Abstimmung zur Zukunft der Johanneskirche überlegen sich die Initianten, ihre vor dem Verwaltungsgericht hängige Beschwerde zurückzuziehen.

Auszählung im Kirchgemeindehaus: Die Thuner sprachen sich für die Initiative «Pro Joki» aus.
Auszählung im Kirchgemeindehaus: Die Thuner sprachen sich für die Initiative «Pro Joki» aus.
Patric Spahni

«Der Vorstand trifft sich am Donnerstagabend zur Sitzung. Dann werden wir auch darüber dis­kutieren, was mit der Beschwerde vor Verwaltungsgericht geschieht»: Oliver Jaggi kann sich als Co-Präsident des Vereins Pro Kirchen Strättligen und einer der drei Beschwerdeführer auch einen allfälligen Rückzug der Beschwerde vorstellen, welche die Zuständigkeiten bei einem Kirchenverzicht geregelt haben will.

So lässt das aktuelle Thuner Organisationsreglement derzeit keinen eindeutigen Rückschluss zu, ob die Gesamtkirchgemeinde als Besitzerin aller kirchlichen Gebäude oder aber die einzelne Kirchgemeinde, welche für das kirchliche Angebot in ihrem Gebiet zuständig ist, darüber entscheiden kann, auf welche Kirche verzichtet wird.

Das Verwaltungsgericht hatte das Verfahren im August vor einem Jahr sistiert, weil es abwarten wollte, wie es mit der Initiative weitergeht. Der Regierungsstatthalter hatte die Beschwerde zuvor abgewiesen, worauf die Beschwerdeführer diese weiterzogen.

Frage nicht mehr so brennend

«Mit der Annahme der Initiative, welche den Schliessungsentscheid rückgängig macht, stellt sich die Kompetenzfrage derzeit auch nicht mehr so brennend», erklärt Jaggi, der als Beschwerdeführer nun die Aufgabe hat, das Verwaltungsgericht offiziell über das Abstimmungsresultat vom Sonntag zu orientieren.

Am Sonntag hatte ein Mehrheit der stimmberechtigten Kirchenmitglieder die Initiative «Pro Johanneskirche» angenommen. Damit beginnt die Diskussion um einen Kirchenverzicht wieder bei null. «Wir setzen uns trotz dieses Erfolgs weiter für eine demo­kratische und ausgewogene Abwicklung des Geschäfts ein», so Jaggi. Dazu gehöre auch, dass das aktuelle Organisationsreglement der Kirche angepasst werde.

Kirchenrat will abwarten

Keine Aussage über ihr weiteres Vorgehen machen derzeit die Vertreter des Kleinen Kirchenrats: «Solange die dreissigtägige Beschwerdefrist läuft, geschieht gar nichts», sagte Willy Bühler, Präsident des Kleinen Kirchenrats, gegenüber dieser Zeitung. Auch über mögliche Strategien nach Ablauf dieser Frist werde derzeit nicht gesprochen.

Etwas konkreter wurde Peter Greuter, ebenfalls Mitglied des Kleinen Kirchenrats, am Sonntagnachmittag: «Nach Ablauf der Frist werden wir mit den Präsidenten und Präsidentinnen der Kirchgemeinden und dem Parlament das weitere Vorgehen in der Angelegenheit besprechen», erklärte er.

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