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Zweidrittelmehrheit für «Verbesserungen im Dorf»

Das Volk sagt Ja zum 1,74-Millionen-Franken-Kredit für Arbeiten im Zuge der Sanierung der Ortsdurchfahrt.

Die Hauptstrasse durch Frutigen, hier die Kreuzgasse, wird saniert.
Die Hauptstrasse durch Frutigen, hier die Kreuzgasse, wird saniert.
Nik Sarbach

Bereits an der Infoveranstaltung von Anfang November zeigte sich, dass das Geschäft «Sanierung Ortsdurchfahrt Frutigen» an sich recht unumstritten ist. Seit gestern hat der Gemeinderat nun Gewissheit: Eine deut­liche Mehrheit von 69,9 Prozent der Stimmberechtigten hiess den damit einhergehenden Kredit von insgesamt 1,74 Millionen Franken an der Urne gut.

Damit kann die Gemeinde im Zuge der Sanierung der Hauptstrasse durch den Kanton diverse eigene Arbeiten und Verbesserungen vornehmen. Die Stimmbeteiligung lag bei 42,4 Prozent.

«Rat wird ernst genommen»

Gemeinderatspräsident Hans Schmid (SVP) äusserte sich erfreut über den Ausgang der Abstimmung: «Das Resultat zeigt, dass der Gemeinderat wahr- und ernst genommen wird.» Die Bevölkerung teile offensichtlich die Ansicht des Rates, dass es sinnvoll sei, die verschiedenen Arbeiten, unter anderem Strassenanschlüsse zur Ortsdurchfahrt, an der Kanalisation und den Sauberwasserleitungen gleichzeitig mit der Sanierung der Kantonsstrasse durchzuführen.

980'000 Franken der Summe, über die das Frutiger Stimmvolk gestern befand, sind gemäss ­Abstimmungsbotschaft für «Untersuchungs- und Baumeisterarbeiten, Strassenbelags- und Beleuchtungsarbeiten auf ver­schiedenen Abschnitten» vorgesehen. Die restlichen 760'000 Franken werden dafür benötigt, die Kanalisations- und Sauberabwasserleitungen zu sanieren sowie auf dem Abschnitt Simplongässli bis Ringstrasse eine neue Sauberabwasserleitung einzubauen.

Die Tempofrage

An der Infoveranstaltung sorgte ein Punkt indes für Diskussionen: Der Gemeinderat war noch im Jahr 2018 nach einer Petition mit über 1300 Unterschriften vom Vorhaben abgerückt, auf der ganzen Ortsdurchfahrt Tempo 30 einzuführen. Damit soll die Kantonsstrasse auch künftig mit maximal 50 Kilometern pro Stunde befahren werden dürfen.

Der im Frühling genehmigte Strassenplan sieht allerdings die Aufhebung aller Fussgängerstreifen zwischen Widibrücke (Seite Kanderbrück) und Spital vor. Ob das Temporegime noch einmal überprüft wird, liess Hans Schmid gestern offen: «Der Gemeinderat hat einen Entscheid gefällt, was nicht heisst, dass keine Diskussionen mehr stattfinden können.» Damit die Sicherheit der Nichtautomobilisten noch einmal aufs Tapet komme, wären aber entsprechende Vorstösse nötig.

Der Beginn der Arbeiten ist für Frühling 2021 vorgesehen.

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