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Thuner Konzern könnte bald Roth & Rau übernehmen

thun Die Firma Meyer Burger konnte ein Aktienpaket der deutschen Roth&Rau kaufen – und ist der Übernahme des Unternehmens somit einen Schritt näher.

Der Solarindustriezulieferer Meyer Burger hat bei der Übernahme des ostdeutschen Unternehmens Roth&Rau eine weitere Hürde genommen. Der Thuner Konzern konnte das Roth&Rau-Aktienpaket der deutschen Gutekunst-Holding in Höhe von knapp 20 Prozent erwerben. Meyer Burger hielt zuvor 32,38 Prozent der Roth&Rau-Aktien. Anfang Juni, bei Ablauf der ersten Angebotsfrist, sah es noch nicht danach aus, dass die Übernahme reibungslos über die Bühne gehen würde. Die Tatsache, dass der deutsche Unternehmer Jürgen Gutekunst mit seiner Tochterfirma Rena Mitte April die 10-Prozent-Schwelle überschritten und Ende Mai seine Beteiligung gar auf über 15 Prozent aufgestockt hatte, sorgte für Vermutungen, dass Gutekunst auf einen höheren Übernahmepreis spekuliert. Die Rede war von rund 26 Franken pro Aktie. Meyer-Burger-Chef Peter Pauli machte in der Folge klar, dass das Thuner Unternehmen den Angebotspreis nicht erhöhen würde. Gutekunst erhielt laut Roth&Rau denn auch keinen besseren Preis für seine Aktien. So verkaufte die Firma Meyer Burger 19,9 Prozent der Aktien von Roth&Rau. Meyer Burger zahlte Rena den offerierten Preis von 22 Euro pro Aktie. Unklar ist nach wie vor, was mit dem Anteil von rund 10 Prozent geschieht, welcher die zypriotische KLK Holdings an Roth&Rau besitzt. Bei Meyer Burger wollte man die neuste Entwicklung gestern nicht kommentieren. Es handle sich um eine Mitteilung, welche Jürgen Gutekunst veröffentlicht habe. Meyer Burger will am Dienstag offiziell über das Ergebnis nach der Verlängerung der Angebotsfrist orientieren. Für Aufsehen sorgte kürzlich die Ankündigung der deutschen Finanzaufsicht. Sie gehe der Frage nach, ob sich Firmeninsider unerlaubt mit Aktien eingedeckt hätten. Gegen wen sich die Untersuchung richtet, gab die deutsche Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) nicht bekannt. Die Aktie von Roth&Rau hatte bereits Tage vor der Meyer-Burger-Offerte im April kräftig angezogen.sda/sny>

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