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Thuner Verbände setzen die Bürgerlichen unter Druck

Deutliche Post für die Bürgerlichen in Thun: Fünf Verbände fordern von BDP, CVP, FDP und SVP, dass sie sich auf eine Kandidatur fürs Stadtpräsidium einigen. Gelder könnten bis zum zweiten Wahlgang zurückgehalten werden.

«Jetzt müssen die Kräfte gebündelt werden!», sagt Hansueli Hirt, Präsident der Thuner KMU. Er ist Mitunterzeichner eines Schreibens, das gestern an die vier grossen bürgerlichen Parteien von Thun – BDP, CVP, FDP und SVP – sowie an die Medien ging. Darin reden die Thuner Sektionen von Handels- und Industrieverein (HIV), Arbeitgeberverband (AGV) und Hauseigentümberverband (HEV) sowie die Innenstadtgenossenschaft (IGT) und der Gewerbeverein Thuner KMU Klartext: «Wir treten mit der Aufforderung an Sie heran, sich für die Wahl des Stadtpräsidiums ohne wenn und aber auf die Unterstützung EINER Kandidatur aus Ihren Parteien zu einigen.» Begrüsst würde dies schon im ersten Wahlgang am 28. November – spätestens aber im zu erwartenden zweiten Wahlgang am 12. Dezember brauche es eine einzige Kandidatin oder einen einzigen Kandidaten. «Wir wollen damit in aller Deutlichkeit unterstreichen, dass die Neubesetzung des Stadtpräsidiums durch eine breit abgestützte bürgerliche Kandidatur erreicht und nicht durch irgendwelche Querelen oder rein persönliche Interessen gefährdet werden soll», heisst es im Begleitmail an die Medien. «Aus der Not heraus» Laut Hansueli Hirt ist die Aktion «aus der Not heraus» entstanden: «Wir wollen, dass das SP-Stadtpräsidium abgelöst wird. Aber die Politik macht nicht mit.» Damit spielt er darauf an, dass zwischen den bürgerlichen Parteien Thuns keine Einigkeit herrscht, was bei den Verbänden Fragen aufgeworfen habe. Zur Erinnerung: Bisher stehen Raphael Lanz (SVP), Ursula Haller (BDP), Peter Siegenthaler (SP), Hans Kipfer (EVP), Konrad Hädener (CVP) und David Külling (EDU) als Stadtpräsidiumskandidaten fest. «Wollen Gegenleistung» Die Verbände haben sich laut Hirt geeinigt, dass nicht wie bisher einfach jeder Beiträge an die Parteien überweist: «Jetzt wollen wir eine Gegenleistung.» Spenden und Wahlempfehlung-en würden nicht mehr bedingungslos durchgewinkt. Voraussichtlich kommen die Mittel der fünf Verbände nun in einen Pool. Hansueli Hirt von den Thuner KMU ist sich bewusst, dass die Forderung nach einer einzigen bürgerlichen Kandidatur im ersten Wahlgang kaum umgesetzt wird. Möglich sei deshalb, dass die Mittel für den zweiten Wahlgang zurückgehalten würden. Warten auf Reaktionen HIV, AGV, HEV, IGT und Thuner KMU schreiben in ihrem Brief weiter: «Sollte es zur Einigung kommen versteht es sich, dass wir uns gegenüber unseren Mitgliedern für entsprechende Wahlempfehlungen – sowohl für das Stadtpräsidium als auch für den Stadtrat – einsetzen wollen; auch dürfte dann mit positiven Entscheiden für finanzielle Beiträge gerechnet werden.» Hansueli Hirt von den Thuner KMU sagt, man warte nun die Reaktionen der angeschriebenen Parteien ab. «Unser Primärziel ist, dass Thun nicht weitere 16 bis 20 Jahre ein SP-Stadtpräsidium hat.» Michael Gurtner>

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