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Topseriöse Künstlerin

Der Blick auf Berns Altstadt mit der Bundeshauskuppel ist grandios von Simonetta Sommarugas Haus am Gurtenabhang. Aber sie ist keine originäre Bernerin. Spiegel, ihr Wohnquartier, gehört zur Gemeinde Köniz. Und aufgewachsen ist die 1960 Geborene in Sins im Aargauer Freiamt. Das Gymnasium besuchte sie im katholischen Immensee SZ. In die Politik führen naheliegendere Ausbildungswege als der von Sommaruga. Die erste Musikerin im Bundesrat lässt sich am Konservatorium Luzern, in Kalifornien und Rom zur Konzertpianistin ausbilden. An der Uni Freiburg beginnt sie das Studium der englischen und spanischen Literatur. Aber sie orientiert sich um, findet einen dritten Weg. 1993 wird sie Geschäftsführerin der Stiftung für Konsumentenschutz. Das führt sie nach Bern und macht sie bekannt. Sie ist bald das populäre Gewissen der Konsumenten. Die disziplinierte Künstlerin mit Fingerspitzengefühl ist cool und zeigt Biss, legt sich mit der Grossindustrie an. Als Sommaruga, seit 1986 SP-Mitglied, ihre rasante politische Laufbahn antritt, geht ihr schon ein guter Ruf voraus. 1997 kommt sie in die Regierung der Gemeinde Köniz, ohne Umweg über das Gemeindeparlament. 1999 wird sie Nationalrätin, 2003 erfolgt die triumphale Wahl in den Ständerat, als Berns erste Linke. Sommaruga ist nicht mit einem unsichtbaren Bundesratsgatten liiert, sondern mit dem erfolgreichen Schriftsteller Lukas Hartmann, der eigentlich Hans-Rudolph Lehmann heisst. Die kinderlose Sommaruga versteht sich als «soziale Mutter» seiner heute erwachsenen Kinder. Im nächsten Sommer wird sie weniger Zeit für die Ernte in ihrem Gemüsegartenhaben als dieses Jahr. Weil das Leben der ausgebildeten Pianistin nun den Takt wechselt.svb >

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