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Traditionskonzern Ascom verschwindet bald aus Bern

TelecomzuliefererDie Ascom will ihre Sparte Security Communication verkaufen. Damit fällt ihr letztes Berner Standbein weg. Entlassungen soll es möglichst keine geben.

Der Berner Telecomzulieferer Ascom beendet eine lange Liebesgeschichte: Er sucht einen Käufer für seine Division Security Communication und verabschiedet sich damit mittelfristig aus Bern. Von dem Entscheid sind in der Bümplizer Bodenweid rund 180 Mitarbeiter betroffen. Ascom-CEO Fritz Mumenthaler betonte an der gestrigen Medienkonferenz, die Arbeitsplätze und der Berner Standort sollten möglichst erhalten bleiben – auch wenn vielleicht der Firmenname ändere. Die Division wird voraussichtlich in Teilen verkauft – möglich sind neue Eigentümer sowohl aus dem In- als auch dem Ausland. Verhandlungen werden noch keine geführt. Zum Fahrplan meinte der Ascom-Chef aber: «Es soll zügig vorangehen.» Das Problem der Division Security Communication ist ihre Abhängigkeit von langfristigen Projekten von Infrastrukturbetreibern, Sicherheitsbehörden und der Armee. Das Geschäft verlaufe volatil und zyklisch, erklärte Mumenthaler. Derzeit halten sich viele Regierungen wegen hoher Staatsschulden bei den Armeeausgaben zurück. Auch auf dem Heimmarkt Schweiz sind die Wachstumsmöglichkeiten angesichts des seit Jahren rückläufigen Rüstungsgeschäfts beschränkt. Künftig will sich der Telecomzulieferer auf die beiden Sparten Wireless Solutions und Network Testing konzentrieren. Die Division Network Testing soll weltweiter Marktführer fürs Testen und Optimieren mobiler Netze werden und dabei von den Investitionen in den neuen Mobilfunkstandard LTE profitieren. Mit Wireless Solutions strebt der Ascom-Konzern die internationale Marktführerschaft für besonders ausfallsichere Kommunikationsprodukte im Gesundheitsgeschäft an.mjc/sdaSeite 10>

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