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Trotz Hitze und Gedränge gute Stimmung

Gestern fand der alljährliche Spiezer Märit statt. An rund 250 Ständen wurde den Besucherinnen und Besuchern Verschiedenstes angeboten.

Wie an einem Hochsommertag lachte die Sonne über dem dichten Gedränge am Spiezer Märit. Das Wetter machte da weiter, wo es am Vortag beim Läset-Sunntig aufgehört hatte. Wer nach Kühlung suchte, musste sich in den Schatten stellen oder eine Glace schlemmen. Mit der Temperatur nahm auch die Besucherzahl zu. Bei dem Getümmel geriet so manches Kind oder mancher Erwachsener ausser Sichtweite. Den Überblick bei so vielen Besuchern zu behalten, war schwierig. Das galt übrigens auch für das vielfältige Angebot der Stände. Wer wegen der kulinarischen Genüsse gekommen war, hatte eine grosse Auswahl: Lebkuchen, Chnoblibrot, Alpkäse oder Bratwürste – am Spiezer Märit kam jeder auf seine Kosten. Bereits um fünf Uhr in der Früh waren die ersten Stände aufgebaut worden – lange, bevor die ersten Schaulustigen zum Markt pilgerten. «Wir haben Marktfahrer aus der ganzen Schweiz», sagt Urs Hofer, Sicherheitsverantwortlicher des Spiez-Märit. «Sogar aus Frankreich und Spanien sind sie angereist. Ohne Bewilligung wurde aber niemand eingelassen.» Besucher habe es mehr als letztes Jahr. Unter den Standverkäufern war auch Kathrin Meyer aus Homberg bei Thun. «Ich verkaufe schon seit ungefähr 20 Jahren hier», berichtet sie. Gemeinsam mit ihrer Tochter Ramona bot sie an ihrem Stand unter anderem Teelichter oder Halterungen für Duftstäbchen aus Keramik. «Es hat extrem viele Leute, doch es wird weniger gekauft als in den letzten Jahren.» Ebenfalls vertreten waren die politischen Parteien. Mit Umfragen, Geschenken und Prospekten buhlten sie um die Aufmerksamkeit der Märitbesucher und verstopften ab und zu die Strassen zwischen den Ständen. Zum Märit lockte es auch viele Jugendliche und Kinder, die sich am regen Treiben erfreuten. «Ich wohne hier in Spiez, deshalb ist für mich ein Besuch beim Märit einfach Standard», erzählt etwa die 17-jährige Michelle Scherz. In so manchem Jüngeren entbrannte sogar ein richtiges Kauffeuer: Ein kleiner Junge bat quengelnd um mehr Taschengeld, andere konnten sich nicht zwischen Süssigkeiten und Freundschaftsbändeli entscheiden, und ein Kind quasselte seiner Mutter die Wunschliste herunter. Adrian Graf>

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