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Tunnel ist einseitig wieder befahrbar

KandergrundDie Achse Frutigen–Kandersteg ist wieder offen. Der Lawinenschutztunnel Mitholz kann talwärts

Seit gestern ist die Strassenverbindung von Frutigen nach Kandersteg wieder offen. Nachdem in den letzten Tagen durch das Überschwemmungsgebiet Kandergrund/Mitholz nur einige Nottransporte möglich gemacht werden konnten, steht die Staatsstrasse nun der einheimischen Bevölkerung sowie den Gästen von und nach Kandersteg wieder zur Verfügung. Der Lawinenschutztunnel ist allerdings vorläufig nur einspurig, das heisst talauswärts, passierbar. Der Verkehr Richtung Kandersteg wird über die ehemalige Umfahrungsstrasse – den sogenannten Flurweg – umgeleitet. Der Autoverlad durch den Lötschbergtunnel wird für den Durchgangsverkehr erst am Montag wieder aufgenommen. Die Bahnlinie bleibt in Mitholz für längere Zeit unterbrochen, zwischen Frutigen und Kandersteg verkehren deshalb seit gestern Bahnersatzbusse. Das schwer geschädigte Gasterntal bleibt Sperrgebiet und darf aus Sicherheitsgründen nicht betreten werden. Gestern um 15 Uhr wollte man den Tunnel eröffnen – rund eine halbe Stunde später rollten dann die ersten Autos auch tatsächlich talwärts. «Es war ein sportlicher Zeitplan: Im Optimalfall hätte es geklappt. Die Belagsarbeiten zwischen dem Tunnel-Nordportal und der Bahnunterführung dauerten dann aber länger», erklärte Simon Stucki als zuständiger Bauführer der Firma Implenia. Mit den Arbeiten hatte man am Morgen bereits um 6 Uhr begonnen. «Wir rechneten mit 470 Tonnen Belag, brauchten dann aber gut 500 Tonnen, um zusätzliche Reparaturen vorzunehmen. Und wegen des recht intensiven Werksverkehrs dauerte die Zulieferung des Belags länger als erwartet.» Aufgrund der andauernden Belagsarbeiten konnte der Verkehr dann diese Baustelle während einiger Zeit nur wechselseitig passieren. «Trotzdem: Kompliment an all die Arbeiter, sie haben Grossartiges geleistet», betonte Daniel Feuz. Tunnel ist gut befahrbar «Die Betonkonstruktion des Tunnels ist intakt», sagt Kreisoberingenieur Markus Wyss. Gefahren wird jetzt auf einem Belag, der die wasserdichte Folie über der Betonplatte schützt. Das Wasser habe die Kofferung darüber und den Fahrbahnbelag «aufgerollt». Strasseninspektor Daniel Feuz: «Die Brandmeldeanlage funktioniert, und die Tunnelbeleuchtung ist lediglich reduziert.» Die seitliche Verkabelung und die Entwässerung seien allerdings eingeschwemmt worden. Die helle Beschichtung der Tunnelwand werde auch erneuert werden müssen. Für die Instandstellung des Lawinenschutztunnels Mitholz ist der Kanton zuständig. Um sich ein Bild der Zerstörung zu machen, wird Regierungsrätin und Bau-, Verkehrs- und Energiedirektorin Barbara Egger-Jenzer, in Begleitung von Regierungsstatthalter Christian Rubin und Kreisoberingenieur Markus Wyss, die Schadenstelle besichtigen. Zusammen mit den Experten wird sie am Dienstag einen Ausblick auf das voraussichtliche Konzept und den Terminplan geben.Peter Rothacher>

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