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Ueli Maurer ist gegen ein Burka-Verbot

Die wenigen Burka-Trägerinnen in der Schweiz heizen die öffentliche Debatte weiterhin an. Der Frauenverband alliance F forderte am Wochenende klare Regeln zur Gesichtsverhüllung, und Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf sprach sich gegen jegliche Vermummung aus. «Jede Form von verdeckten Gesichtern macht mir Probleme», sagte die Justizministerin in einem Interview mit der Zeitung «Sonntag». Das gelte auch für die Burka. «Ich möchte im öffentlichen Raum das Gesicht des Gegenübers sehen, nicht nur die Augenpartie.» Ein Verbot lehnt SVP-Bundesrat Ueli Maurer ab. «In einem liberalen Staat muss man nicht mit Kleidervorschriften kommen», sagte er gegenüber dem «SonntagsBlick». Nicht explizit für ein Burka-Verbot sprachen sich die Delegierten des Frauendachverbandes alliance F an ihrer Versammlung am Samstag in Bern aus – sie wollen jedoch «klare Regeln über die Verhüllung des Gesichts», wie es in einer Mitteilung hiess. Im öffentlichen Raum sollen Gesichter in jedem Fall erkennbar sein. Ihr Motto: «Menschenrechte und damit Frauenrechte stehen über der Religionsfreiheit.» Deutlich für ein Burka-Verbot sprachen sich dagegen die Delegierten der Schweizer Demokraten (SD) aus. Sie nahmen am Samstag an einer Versammlung in Suhr AG einstimmig eine Resolution zu einem Burka-Verbot «ohne Wenn und Aber» an. Die Gesichtsschleier geben auch in Freiburg zu reden. Die «SonntagsZeitung» berichtete, dass die Stadt mehreren Musliminnen die Sozialleistungen um 15 Prozent kürzte, weil die Frauen bei der Arbeit im Verkauf und in einer Schule das Kopftuch nicht ablegen wollten. Es gebe im Islam keinen Zwang, ein Kopftuch zu tragen, erklärte die zuständige Sozialdirektorin Marie-Thérèse Maradan (SP). Man dürfe darum von den Frauen verlangen, das Kopftuch abzulegen, um ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern. Maradan wurde kürlich vom Kantonsgericht vom Vorwurf des Rassismus und Amtsmissbrauchs freigesprochen. Ein weiterer Rekurs gegen die Kürzungen ist hängig.sda/pas .>

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