Zum Hauptinhalt springen

Umfrage bei Prominenten

Köniz ist für den Schriftsteller Lukas Hartmann (67) «ein Stück Heimat». Seit 16 Jahren wohnt er mit seiner Frau, Bundesrätin Simonetta Sommaruga, «an sehr schöner Lage» im Spiegel. Hartmanns Mutter ist in Köniz aufgewachsen, der Vater in Schliern. Köniz ist für ihn «ausserordentlich spannend». Der Gemeinde gelinge es, Städtisches und Ländliches zu bewahren und in einen Dialog zu bringen. Er freut sich, dass dies jetzt mit dem renommierten Wakkerpreis belohnt wird. Sein Lieblingsort ist das Gurten-Ostsignal: «Dort kann ich Energie tanken. Und ich geniesse den Weitblick, den ich manchen Politikern auch wünsche.» Nicht warm wird Schriftsteller Hartmann hingegen mit dem erst ein paar Jahre alten Herz von Köniz, dem Bläuacker. Sein Lieblingsort ist das Eichholz, das kommt bei Alt-CVP-Nationalrat, Ex-Medienmann und Krimiautor Norbert Hochreutener (65) wie aus der Pistole geschossen. Gibt es einen Könizer Unort? Ganz Politiker, sucht er nach einer diplomatischen Antwort. Als Hochreutener dann zurückruft, hat er eine solche parat: «Ein Könizer Unort ist die Seftigenstrasse in Wabern zwischen 7 und 8 Uhr und 17 und 18 Uhr.» Selten steht er selber mit dem Auto im Pendlerstau. Aber mit dem Velo oder als Fussgänger atmet er die Abgase ein. SP-Bundesrätin Simonetta Sommaruga (51) lebt mit ihrem Mann Lukas Hartmann am Gurtenhang im Spiegel, in einem Haus mit Biogarten und Blick aufs Bundeshaus. Sommaruga war von 1998 bis 2005 Feuerwehr- und Zivilschutzdirektorin der Gemeinde. Das kommt ihr in der Landesregierung zugute, denn das Zitat, das uns die Justizministerin per Mail zukommen lässt, lautet: «Köniz: eine inspirierende Gemeinde. Als Gemeinderätin erkannte ich hier, zwischen Stadt und Land, den Sinn von parteiübergreifender Zusammenarbeit.» «Sie sind doch auch ein Könizer.» Nein, das hört der bekannteste Schweizer Architekturkritiker («Stadtwanderer») Benedikt Loderer (67) nicht gern. Er hat keine emotionale Bindung zum Geburtsort und drückt sich lieber neutral aus: «Ich habe die ersten 20 Jahre meines Lebens im Könizer Spiegel gewohnt.» Punkt. Loderer begrüsst, dass der Heimatschutz nicht mehr wie früher bloss «Schmucktruckli-Orte» beehrt, wie etwa Gais 1977 oder Diemtigen 1986. Sondern auch planerische Leistungen wie bei La Chaux-de-Fonds (1994) oder eben jetzt Köniz mit dem Wakkerpreis belohnt. «Hervorragend» ist für Loderer die Könizer Verkehrsplanung im Zentrum: «Früher herrschte dort ein Chaos. Heute kennt jeder Verkehrsplaner im deutschsprachigen Raum das Beispiel Köniz.» «Bitter» steht es für Benedikt Loderer dagegen um die Schönheit von Schliern und Oberwangen. Mehr Emotionen zeigt YB-Spieler Christoph Spycher (31), der im Ortsteil Oberscherli aufgewachsen ist. Mit der Gemeinde Köniz verbinden ihn viele schöne Erinnerungen aus seiner Kindheit. «Auch später, als ich in Frankfurt spielte, habe ich den Bezug zur Region Köniz nie verloren. Schliesslich wohnen meine Eltern weiterhin in Oberscherli», teilt Christoph Spycher per Mail mit. Spannend sei es, zu sehen, wie sich Köniz in den letzten Jahren entwickelt hat. «Der Wakkerpreis geht an den richtigen Ort; Köniz hat die Auszeichnung redlich verdient.» Aus dem noch viel ländlicheren Teil von Köniz stammt «Kassensturz»-Moderatorin Kathrin Winzenried (38). Sie ist im Bauernweiler Herzwil geboren und aufgewachsen und schwärmt: «Ob Landjugend oder Stadttheater, beschauliche Weiler oder Verkehrschaos – in Köniz findet sich alles. Deshalb gefällt mir diese Gemeinde, und bin ich stolz darauf, hier heimatberechtigt zu sein.»Katharina Merkle/lp >

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch