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Umfrage zu den eidgenössischen Wahlen: SVP ritzt 30-Prozent-Marke

WahlBarometerRechtsrutsch neun Monate vor den eidgenössischen Wahlen: Wäre

Unter den grossen Verlierern ortet das am Freitag veröffentlichte zweite Wahlbarometer der SRG SSR die SP und die CVP. Die SP als zweitstärkste Partei in National- und Ständerat büsst gemäss der Erhebung gegenüber den letzten Wahlen 1,5 auf 18 Prozent ein, die CVP verzeichnet einen Rückgang von 1,6 auf noch 12,9 Prozent. Auch die Grünen lassen gegenüber den letzten Wahlen Federn: Sie schrumpfen um 0,8 auf 8,8 Prozent. Halten konnten sich die fusionierten FDP und Liberalen bei ihren 17,7 Prozent aus dem Wahljahr 2007. BDP auf Gewinnerkurs Die Grünliberalen (GLP) und die BDP sieht die Umfrage hingegen auf Gewinnkurs. Die GLP erreichte 5,2 Prozent und damit einen Zuwachs um 3,8 Prozent. Profitieren würden die GLP vor allem von Neuwählern. Die Wähler links der Mitte ziehen sie zudem vor und wenden sich von SP und Grünen ab. Die BDP kam auf 2,6 Prozent der Stimmen. Gegenüber dem ersten Wahlbarometer, wo die Partei 3,6 Prozent erreichte, ist damit zwar ihr Aufstieg gebremst. Stützen kann sich die BDP jedoch weiterhin auf ehemalige FDP-, SVP- und CVP-Wählerinnen und -Wähler. SP schadet Programm Verglichen mit dem letzten Oktober veröffentlichten ersten Wahlbarometer der SRG SSR ergibt sich ein markanter Rechtsrutsch. Gegenüber der ersten Pulsnahme erreichte die SVP ein Plus von 3,7 Prozent, die Grünliberalen eines von 1,4 Prozent. Die SP verliert 2,1, die CVP 1,2 und die BDP 1 Prozent. Die Forscher vom Institut Gfs.bern, welche die Umfrage machten, führen das Resultat auf die Abstimmungen vom 28.November zurück, welche der SVP mit ihrer Ausschaffungsinitiative einen Sieg brachte. Die SP geriet hingegen wegen ihres pointiert linken neuen Parteiprogramms in die Dauerkritik. Zudem schlug sich die Ablehnung der Steuergerechtigkeitsinitiative nieder. SVP mit bestem Wahlkampf Den besten Wahlkampf führt im Urteil der Wählerinnen und Wähler die SVP. SP, FDP und Grüne sind allerdings der Meinung, ihr Wahlkampf sei gleich gut. Die anderen Parteien schauen neidisch auf die SVP. SVP, BDP und CVP sind ländlich geprägt, am klarsten urban ist die Wählerschaft von SP und Grünen. Bei den anderen Parteien sind die Unterschiede weniger deutlich. FDP und GLP ziehen obere Einkommen an. Die tiefsten sozialen Schichten neigen zur SVP, zur CVP und beschränkt auch zur BDP. SP, SVP und GLP liegen bei jüngeren Wählern über ihrem Mittel, die FDP ist am klarsten im Rentnersegment vertreten. FDP und SVP haben Männerüberhang, CVP und SP dagegen überdurchschnittlich viele Wählerinnen. Bei den Parteipräsidenten galt Fulvio Pelli von der FDP als der Glaubwürdigste, gefolgt von Christophe Darbellay (CVP) und Christian Levrat (SP). SVP-Präsident Toni Brunner liegt an vierter Stelle – er polarisiert am stärksten. Hauptsorge Migration Unter den Themen, welche den Wählern unter den Nägeln brennen, behauptete sich die Ausländerfrage mit 34 Prozent Nennungen als Nummer eins. Mit 19 Prozent deutlich zurück lag der Themenkreis Krankenkassen und Gesundheitswesen, gefolgt von Arbeitslosigkeit (16 Prozent), soziale Sicherheit (16 Prozent) und EU (13 Prozent). Erst auf Platz sechs kommen die Themen Klima und Umwelt. Diese belegten vor den Wahlen 2007 regelmässig einen Spitzenplatz. Das Wahlbarometer wurde unter 2011 Stimmberechtigten in allen Sprachregionen durch das Forschungsinstitut Gfs.bern erhoben. Die Befragung dauerte vom 10. bis 22. Januar. sda/as>

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