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Umstrittener Vertrag ist überarbeitet

LindenDer Gemeinderat von Linden hat Wort gehalten: Er hat die Unklarheiten im Schulzusammenarbeitsvertrag mit Oberdiessbach beseitigt. Sie hatten an der letzten GV dafür gesorgt, dass der Lindener Souverän den Vertrag zur Überarbeitung zurückwies.

An der letzten Lindener Gemeindeversammlung im November schieden sich die Geister vor allem an einem Thema – am Schulzusammenarbeitsvertrag mit Oberdiessbach. Im Vertrag gehts um ein durchlässiges Schulmodell, welches ab dem Schuljahr 2012/13 in Kraft treten soll. Demnach könnten Schülerinnen und Schüler aus Linden, die nur in einem der drei Hauptfächer Deutsch, Französisch oder Mathematik Sekundarniveau erreichen, die Schule in Oberdiessbach besuchen. Dort würden sie eine Realklasse belegen, in ihrem jeweiligen «starken» Fach aber auf Sekundarniveau unterrichtet. «Begriffe konkretisiert» Nach längerer Diskussion hatten die Versammelten an der GV mit 29 zu 21 Stimmen einen Antrag genehmigt, den Vertrag zur Überarbeitung an den Gemeinderat zurückzuweisen (wir haben berichtet). Es wurde unter anderem bemängelt, dass der Vertrag ungenau formuliert sei und dies dereinst zu Missverständnissen führen könnte. Gemeindepräsidentin Ruth Linder versprach damals, die Unklarheiten im umstrittenen Dokument rasch zu beseitigen. Mittlerweile haben Gespräche zwischen dem Lindener Gemeinderat sowie den Schulbehörden von Oberdiessbach und Linden stattgefunden, wie Linder auf Anfrage dieser Zeitung bestätigt: «Wir haben verschiedene Begriffe konkretisiert. Am Vertragsinhalt selbst hat sich hingegen nichts geändert.» Der Vertrag sei nun wieder «vorlagereif». Wahlfreiheit bleibt bestehen Doch was hatte eigentlich genau zu Verwirrung im Entwurf des Dokuments geführt? «Es waren vor allem formale Fehler», sagt Werner Burri, Schulleiter im Schulhaus Dorf in Linden. So seien beispielsweise Begriffe wie Sekundarschule, Sekundarstufe I oder Realschule vermischt oder missverständlich eingesetzt worden. Am Inhalt an und für sich sei aber nichts auszusetzen. «Die Schulleiterkonferenz begrüsst und unterstützt den Zusammenarbeitsvertrag», bekräftigt Burri. Die Ängste jener Bürgerinnen und Bürger, die sich um den Verbleib der Schule in Linden sorgen und dies an der GV auch kundtaten, kann der Schulleiter nachvollziehen. Auch Burri will die Schule im Dorf behalten und ist überzeugt, dies dank attraktivem Unterricht auch zu schaffen. «Beim durchlässigen Schulmodell besteht ausserdem immer noch die Wahlfreiheit: Kein Kind muss nach Oberdiessbach in die Realschule gehen, wenn es oder seine Eltern dies nicht wollen», betont Werner Burri. An der nächsten Gemeindeversammlung vom 9. Juni kann die Lindener Bevölkerung wieder zum Schulzusammenarbeitsvertrag Stellung nehmen. «Dann wird unseren Bürgerinnen und Bürgern die überarbeitete Version zur Abstimmung vorgelegt», sagt Gemeindepräsidentin Linder. Wird der Vertrag im Juni gutgeheissen, gäbe es auch keine Verzögerung im Zeitplan. Das durchlässige Schulmodell könnte per Schuljahr 2012/13 in Kraft treten.Gabriel Berger>

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