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Uralte Linde wurde zu gefährlich

WalterswilEine grosse Linde bei der Kirche hätte auf das Pfarrhaus-Stöckli stürzen können. Jetzt musste der

Es hätte etwas Schlimmes passieren können: Vor einer Woche stürzte ein mächtiger Ast einer grossen Linde bei der Kirche Walterswil auf die Strasse. «Wir hatten grosses Glück», sagt Ulrich Nyffenegger, der sich im Walterswiler Kirchgemeinderat um Mobilien und Immobilien kümmert. Nachdem der Ast heruntergefallen war, gab es für ihn keine Zweifel mehr: Die 200 Jahre alte Linde musste weg. Denn deren Äste bedeckten das Pfarrhaus-Stöckli neben der Kirche. «Das Haus war gefährdet.» Und so fuhr gestern Vormittag vor der Kirche ein Forstunternehmer auf, der mit seinen Mannen die über 20 Meter hohe Linde fällte. Da zeigte sich: Die alter Linde war von oben bis unten hohl. Es sei höchste Zeit gewesen, habe man die Linde gefällt, sagt Nyffenegger. Sturm Lothar knickte die Linde Die Leiden der Linde hatten bereits nach dem Sturm Lothar im Jahr 1999 begonnen. Der Sturm halbierte die damals über 40 Meter hohe Linde. Danach wurde am Baum «herumgedoktert», wie Nyffenegger sagt. Er wurde beschnitten. Aber es war nicht mehr so wie früher: Der Baum setzte Pilze an, in der Krone begannen erste Äste faul zu werden. Während all der Jahre seit dem Sturm Lothar wurde das Holz immer morscher. Weil nun in der vergangenen Wärmeperiode die Blätter der Linde sehr rasch gewachsen sind, konnte der eine Ast das Gewicht offenbar nicht mehr tragen. Einerseits ist Kirchgemeinderat Nyffenegger froh, dass die Linde jetzt weg ist, andererseits spürt er auch Wehmut. Der Baum sei sehr prägend gewesen, sagt er. Zumal er auch der Lindenstrasse bei der Kirche ihren Namen gegeben habe. Nyffenegger will denn auch «ziemlich sicher» am gleichen Ort bald eine neue Linde pflanzen. Eine Scheibe ausstellen Einen letzten Zweck wird das Holz der Linde übrigens noch erfüllen. Es wird zu Schnitzeln verarbeitet und verfeuert. Zudem möchte Nyffenegger eine Scheibe der alten Linde konservieren und als Erinnerung an den stolzen Baum irgendwo im Dorf ausstellen. Allerdings weiss er noch nicht, ob das überhaupt möglich ist. Er sagt: «Vielleicht ist auch dafür das Holz schon zu faul.» Dominik Balmer>

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