Urchig, heiter und volkstümlich

Boltigen

Unter dem Motto Alphorn und Trachten fand der 24. Bauernmarkt statt. Das ­rege Treiben wurde wegen des Regens mehrheitlich in die Heuhütte verschoben.

Das Kinderjodlerchörli «de Bärge zue» aus Jaun sang sich in die Herzen der Marktbesucher.

Das Kinderjodlerchörli «de Bärge zue» aus Jaun sang sich in die Herzen der Marktbesucher.

(Bild: Heidy Mumenthaler)

Trotz Regen waren auf dem Marktplatz in Boltigen fröhliche Gesichter anzutreffen. An elf Ständen boten einheimische Bauernfamilien ihre Produkte vom Hof an. «Unsere Besucher erleben, welchen Mehrwert Nahrungsmittel direkt von den Landwirten bieten», sagte Marktpräsident Heinz Wittwer.

Den allgemein positiven Tenor unter den Standbetreibern fasste Wittwer so zusammen: «Wir hatten weniger Leute, aber die Kauffreude wird als gut beurteilt.» Für die Marktfahrer steht die Teilnahme im Vordergrund: «Wir pflegen Kontakte zu den Besuchern und nutzen die Plattform als Werbung für unser Angebot», so eine Bäuerin.

Attraktionen waren das Käsen auf dem Marktplatz, Pferde- und Eselkutschenfahrten, Tierschau, Viehmarkt, Kinderumzug und Alphornklänge in ­verschiedenen Variationen. Für musikalische Unterhaltung sorgten zudem die MG Boltigen, das Schwyzerörgeliquartett Häxeschuss und das Kinderjodlerchörli «de Bärge zue» aus Jaun.

Als sehr interessant lobten einige Besucher die Einblicke in Mat­thys Böhms Alphornbau. Es war zu sehen, wie aus einem Baumstamm ein Naturinstrument entsteht. Reges Treiben herrschte vermehrt dort, wo ein Dach über dem Kopf war, wie in der Heuhütte. Lob gab es auch für die Bemühungen ums leibliche Wohl mit «Suppe u Spatz» aus dem alten Militärküchenwagen, urchiger Grümpelwurst, Burehamme oder Gegrilltem.

Berner Oberländer

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