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Urteil: Beim Raubüberfall waren beide dabei

burgdorfDie Lügen des Komplizen wurden hart bestraft: Das Gericht sprach beide Tankstellenräuber schuldig.

Das Regionalgericht in Burgdorf verurteilte gestern sowohl den 27-jährigen D. als auch den 37-jährigen S. wegen Raubes. Damit glaubte es der Version des jüngeren Angeklagten. Dieser hatte den Raubüberfall im Juni 2010 auf den Coop-Tankstellenshop in Oberburg stets zugegeben und bezeichnete S. als Mittäter, der nicht nur im Wagen wartete, sondern ihm auch die Pistole gab. Mit ungeladener Waffe bedrohte der maskierte D. die Verkäuferin und erbeutete so 2300 Franken. Daraufhin flüchteten beide Räuber mit dem Auto Richtung Hasle. Wenig später wurden sie von der Polizei geschnappt. Nur, das Problem ist, dass S. vor Gericht eben diese Mittäterschaft leugnete. Er behauptete, gar nicht dabei gewesen zu sein. Vielmehr habe er D. sein Auto geliehen und in Oberburg gewartet. Vom Überfall selbst habe er nichts gewusst. Das Gericht war aber anderer Meinung. Es hatte keine unüberwindbaren Zweifel an der Mitschuld von S.: «Seine Aussage ist unglaubwürdig», sagte Gerichtspräsident Markus Bärtschi. Ebenfalls schuldig gesprochen wurden beide wegen Diebstahls und versuchten Diebstahls in Koppigen und Murgenthal. Verurteilt wurde der geständige D. zu einer Freiheitsstrafe von 12 Monaten bedingt, mit einer Probezeit von vier Jahren, und zu einer Geldstrafe. Zu seinen Gunsten wertete das Gericht, dass er sich kooperativ verhielt und Reue zeigte. S. kassierte indes – unter Einbezug der Vorstrafen – 47 Monate unbedingt. Ihm stellte das Gericht keine gute Prognose aus. Akzeptieren wollte S. das Urteil nicht. «Wir werden in Berufung gehen», kündigte sein Anwalt nach der Verhandlung an. nnh>

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