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Vereinsgeschichte geschrieben

Der VBC Münchenbuchsee steht nach einem 3:1-Sieg über das gleichklassige Ecublens erstmals im Halbfinal des Schweizer Cups.

Sonntagnachmittag, 15.30 Uhr: «Uno, uno, uno», rufen Ersatzspieler und Zuschauer in der Sekundarschule Bodenacker in Münchenbuchsee. Noch ein Punkt fehlt dem Heimteam zum erstmaligen Einzug in einen Halbfinal des Schweizer Cups. Sekunden später verwandelt Gilberto Herrera den zweiten Matchball mit einem wuchtigen Smash. Nach einem Zwischentief bezwingt Münchenbuchsee so Ligakonkurrent Ecublens mit 3:1 (25:21, 25:23, 19:25 und 25:23). Ein unangenehmer Gegner Auf dem Papier scheint die Begegnung der beiden Teams aus der NLB-Westgruppe eine klare Angelegenheit. 11 seiner 13 Ligapartien hat der Tabellenzweite aus Münchenbuchsee bislang gewinnen können; die Waadtländer belegen mit der umgekehrten Bilanz den vorletzten Platz in der Rangliste. «Ecublens hatte in dieser Saison oft verletzungsbedingte Ausfälle, der Tabellenrang widerspiegelt das Potenzial dieser Mannschaft nicht», warnte Trainer Jürg Wüthrich vor der Partie. Doch vorerst nahm alles den erwarteten Verlauf. Münchenbuchsee gewann die ersten beiden Sätze und führte im dritten Umgang bereits mit 13:8. «Zu diesem Zeitpunkt waren wir in Gedanken wohl schon im Halbfinal», gibt Lukas Urfer nach dem Spiel zu. Prompt spielt sich Ecublens, bekannt als Stimmungsmannschaft, in einen Rausch, gewinnt den dritten Satz und bietet dem Favoriten auch in der Folge Paroli. «Los Gielä, gloubet dra», versucht Patrick Trachsel seine Mitspieler beim Spielstand von 14:15 im vierten Satz zu motivieren. «Buchsi, Buchsi, Buchsi» – auch die Zuschauer sorgen nun für echte Cupatmosphäre. Die Anfeuerungsrufe verfehlen ihre Wirkung nicht. «Buchsi» gewinnt den vierten Satz und zieht in den Cup-Halbfinal ein. Der Traum vom Cupfinal «Wir schielen Richtung Wankdorf, sind uns jedoch bewusst, dass der Weg noch lang ist», liess sich Fabio Zulauf im Vorfeld der Partie zitieren. Der Weg ist nun etwas kürzer geworden. Noch eine Hürde muss der B-Ligist überwinden, um sich für den Cupfinal in der Berner Wankdorfhalle zu qualifizieren. Im Halbfinal (Auslosung heute Montag) wird Münchenbuchsee zu Hause einen Oberklassigen empfangen. Eine weitere Überraschung dürfte einzig gegen Lugano möglich sein. Näfels und Lausanne, die beiden anderen möglichen Gegner, scheinen übermächtig. Doch der Cup hat bekanntlich seine eigenen Gesetze.Raphael HadornTelegramm Seite 15>

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