Zum Hauptinhalt springen

Verkehrsbetriebe STI: Ära der Videoüberwachung beginnt

Region ThunBis Mitte März testen die Verkehrsbetriebe STI drei verschiedene

Alle rund 70 Kursbusse der Verkehrsbetriebe STI erhalten künftig – je nach Fahrzeuggrösse – drei bis sechs «Helferlein» im Kampf gegen Vandalismus: In diesen Tagen fällt der Startschuss zur Ära Videoüberwachung. Gestern informierten die STI an einer Medienorientierung über die Einzelheiten der Neuerung. «Bis Mitte März testen wir drei verschiedene Videoüberwachungssysteme», sagte Hans-Jürg Stettler, Leiter Infrastruktur bei den STI. «Die Investitionskosten, die Bedienerfreundlichkeit sowie die Qualität der aufgenommenen Bilder werden danach den Ausschlag dafür geben, welches System den Zuschlag erhält.» Von den drei vom Test betroffenen Fahrzeugen verkehren zwei auf der Linie 3 (Alte Bernstrasse–Thun Bahnhof–Blumenstein Gemeindehaus) und eines auf der Linie 25 (Thun Bahnhof–Sigriswil Dorf). Zwei Überwachungssysteme stammen von Schweizer Anbietern, eines von einem deutschen Konkurrenten. Die Kameras an und für sich wurden alle in Deutschland hergestellt. Videodaten sind verschlüsselt Stettler betonte gestern, dass das Videomaterial «nur bei Bedarf» – also bei Verbrechen oder Vandalenakten – ausgewertet werde. In einem solchen Fall dürfen lediglich zwei Personen aus der STI-Unternehmensleitung die Bilder konsultieren. «Was die Kameras aufzeichnen, wird auf einem Rekorder gespeichert, der sich im Bus befindet. Nach 100 Stunden werden die Daten jeweils automatisch wieder gelöscht», erläuterte Thomas Scherz, Leiter Technik bei den STI. Wenn Personen oder Inventar in den STI-Bussen zu Schaden kommen, bleiben den Verantwortlichen so etwas mehr als vier Tage, um zu reagieren. In dieser Zeit würde der Rekorder aus dem Bus genommen und die gespeicherten Dateien nach belastenden Bildern durchsucht. «Die Aufnahmen auf den Rekordern sind mit einem Passwort geschützt und ausserdem nur auf einem speziellen Abspielgerät einsehbar», sagte Simon Schlatter, Projektleiter Infrastruktur bei den STI. «Falls wir belastendes Videomaterial an die Polizei weiterleiten müssten, würde dies wieder in einem codierten Format erfolgen, das nur die Polizei entschlüsseln kann.» Nachrüstung bis Ende Jahr Die STI hatten die Installation der Videoüberwachung seit längerem geplant (wir berichteten). Der Einsatz von Kameras ist eine von drei Säulen eines Projekts, mit dem die STI ihren Kunden einen verbesserten Service ermöglichen wollen. Erhöhte Sauberkeit in den Bussen und mehr Komfort bei den Bushaltestellen sind die zwei anderen Säulen des Vorhabens. Hans-Jürg Stettler räumte zwar ein, «dass wir kein riesiges Problem mit Vandalismus haben, dennoch kommt es hin und wieder zu Beschädigungen an Fenstern und Sitzen sowie Belästigungen von Fahrern und Gästen». Die Kameras sollen für ein gesteigertes Sicherheitsgefühl sorgen. Bei den Bustüren wird künftig mit Piktogrammen darauf hingewiesen, dass die Fahrgäste gefilmt werden – dies gilt auch schon jetzt während der Testphase. Pro Bus rechnen die STI mit Investitionen von rund 4000 Franken, für die Nachrüstung der gesamten Fahrzeugflotte ergeben sich Kosten von rund 250000 Franken. Auf den nächsten Fahrplanwechsel hin erwerben die STI 16 neue Busse, die bereits mit Kameras ausgerüstet sind. Spätestens im Winter 2012/2013 sollen dann alle Busse mit Videoüberwachung unterwegs sein.Gabriel Berger>

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch