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Verstrahlte Teeblätter

JapanDie Regierung Japans will die Evakuierungszone rund um die AKW-Ruine Fukushima erweitern. Inzwischen wurden auch in grosser Entfernung unzulässig hohe

Japans Regierung erwägt, die Evakuierungszone rund um die Atomruine Fukushima erneut zu vergrössern. Es werde demnächst ein Entscheid gefällt, sagte ein Regierungssprecher gestern. Wegen der langfristigen Strahlenbelastung waren bereits zuvor Einwohner einiger Gemeinden ausserhalb der 20-Kilometer-Sperrzone um das havarierte Atomkraftwerk Fukushima 1 zum Verlassen der Häuser aufgefordert worden. In der 240 Kilometer von der Atomruine entfernten Hauptstadt Tokio begannen die Behörden mit umfassenden Strahlungsmessungen. Die Werte würden an 100 Orten in der Hauptstadt aufgezeichnet, teilten die Behörden mit. Verseuchte Plantagen Inzwischen sind auch in noch grösserer Entfernung von dem Atomkraftwerk unzulässig hohe Strahlenwerte nachgewiesen worden, zum Beispiel in Teeblättern. Fünf Plantagen in Japans grösster Teeanbau-Provinz Shizuoka sollen den Verkauf radioaktiv belasteter Teeblätter stoppen. Sie wurden aufgefordert, freiwillig den Vertrieb der Blätter einzustellen und die bereits ausgelieferten zurückzurufen. Bei Untersuchungen waren dort radioaktive Strahlen oberhalb der Grenzwerte gemessen worden. Die Behörden hatten 20 Plantagen in dem Anbaugebiet Warashina, 370 Kilometer südwestlich von der Atomruine Fukushima, untersucht. In Warashina war vor kurzem in getrockneten Teeblättern radioaktives Cäsium festgestellt worden. Grüner Tee aus Japan wird weltweit für seine gesundheitsfördernde Wirkung geschätzt. Der Stadtpräsident der Provinzhauptstadt Shizuoka erklärte, er werde von Tokio Schadenersatz verlangen.sda>

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