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Verwaltungsgericht: Lehrerin verliert erneut

Einer Lehrerin in Laupen wurde das Pensum gekürzt, und sie ist nicht mehr Klassenlehrerin. Vertretbar, so das Verwaltungsgericht.

Seit 2001 unterrichtet die Lehrerin in Laupen, seit 2007 als Klassenlehrerin mit einem Pensum von 30 Lektionen. Anfang 2009 entschied die Schulkommission, ihr Pensum auf 16 Lektionen zu reduzieren, was zur Folge hatte, dass sie nicht mehr Klassenlehrerin war. Der Hintergrund: Wegen tieferer Schülerzahlen wurde eine Klasse aufgehoben und der Unterricht somit neu organisiert. Die Lehrerin war nicht einverstanden damit, dass es ausgerechnet sie traf. Sie wandte sich erst an die kantonale Erziehungsdirektion (ERZ) und dann an das Verwaltungsgericht. Beide wiesen ihre Beschwerden ab. Klassenlehrer bewertet Die Schulkommission stützte ihren Entscheid auf eine Evaluation, in der alle Klassenlehrkräfte bewertet wurden. Besagte Lehrerin schnitt dabei am schlechtesten ab. Bewertet wurde etwa Dienstalter und Zielvereinbarungen, aber auch Teamverhalten. Letzteres wurde vierfach gewichtet, was die Lehrerin heftig kritisierte, weil hier subjektiv geurteilt werde. Ihr Pensum sei in Tat und Wahrheit wegen ihrer angeblich mangelnden «Teamfähigkeit» reduziert worden. Lehrer hätten gegen sie intrigiert und auf die Entlassung gedrängt, steht in der Beschwerde. Das Verhältnis zwischen Lehrerin und Schulleitung sowie Teilen des Kollegiums ist schon länger gestört, wie auch die Richter festhalten. Im Sommer des vorletzten Jahres hatte sie an einer Retraite gefehlt und dafür einen Verweis erhalten. «Sachliche Beurteilung» Das Verwaltungsgericht hält fest: Die Schule durfte das Pensum bei der Lehrerin kürzen. Denn die Evaluation erlaube der Schulleitung, die Reduktion gegenüber jener Person auszusprechen, die für die Aufgabe am wenigsten geeignet sei. Die Kriterien der Bewertung seien sachlich gewesen. Die Richter hielten sich an den Grundsatz, dass eine Lehrkraft nicht zum Unterricht einer bestimmten Klasse, sondern zur Übernahme eines Pensums und allenfalls einer Funktion angestellt werde. Im Kostenpunkt erhielt die Lehrerin teilweise Recht: Sie muss nur fünf Sechstel der Verfahrenskosten von 3000 Franken zahlen.wrs >

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