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Verzicht auf Bio-Minarett

LangenthalDie Moslems wollen das Minarett aus Weidenpflanzen nicht aufstellen. Das wäre nur wieder eine neue Provokation, heisst es.

Ein Geschenk hätte es werden sollen, das Minarett aus Weidenpflanzen; ein biologisch abbaubarer Moscheeturm, mit dem die Langenthaler Moslems womöglich das Bauverbot für Minarette hätten umgehen können (wir berichteten). Doch nun winkt die islamische Glaubensgemeinschaft ab. Man habe im Vorstand über das Weiden-Minarett diskutiert, sagt Präsident Mutalip Karaademi. «Es ist eine gute Idee.» Aber in dieser «turbulenten Situation» würde das Pflanzen-Minarett als Provokation aufgefasst. Und das wolle man vermeiden. Die Leute hätten langsam genug von der Diskussion um Minarette. Die Idee für ein Minarett aus Weiden stammt vom Langenthaler Eugen Lüdi (52). Der Geschäftsführer der Firma BBZ AG kann mit dem Entscheid der islamischen Glaubensgemeinschaft leben, wie er auf Anfrage sagt. Verzichten will er auf seine Kreation aber nicht. Ein kleines Modell des Weiden-Minaretts hat er bereits angefertigt. Und die definitive Konstruktion, fünf Meter hoch, will er im Frühling in seinem Garten direkt an der Melchnaustrasse aufstellen. Derweil ist die Diskussion um das echte Minarett in Langenthal nicht abgeschlossen. Noch 2011 befasst sich das Verwaltungsgericht mit dem Baugesuch für den Moscheeturm. baz >

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