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Viel Einsatz, kein Lohn

FussballDer FC Lerchenfeld hat den Spitzenkampf der interregionalen 2.Liga gegen Vaud U-21 0:2 verloren.

Es ist nicht einfach, das Spiel zwischen Lerchenfeld und Vaud U-21 zu beschreiben, ohne sich der Binsenwahrheiten des Fussballs zu bedienen. Klar kann man sagen, dass Fussball nicht immer gerecht ist. Dass wer die Tore nicht schiesst, sie eben kassiert. Oder dass im Spitzenkampf nicht die bessere Mannschaft siegt. Diese Sätze gehören aber allesamt ins Phrasenschwein. Sie erklären das Spiel nicht vollständig. Fakt ist: Die Gäste aus dem Waadtland haben die drei Punkte nicht gestohlen. Wegweisend war dabei die 9.Minute. Ein Spieler Vauds eroberte sich im Mittelfeld den Ball, spielte ihn auf die rechte Seite zu Christophe Debluë. Dieser flankte zur Mitte, wo Bashkim Sukaj das runde Leder mühelos zum 0:1 ins Tor schieben konnte. Lerchenfelds Defensivabteilung machte dabei eine schlechte Figur. Verteidiger und Torhüter zögerten. Goalie Michael Hadorn griff schliesslich ins Leere. Mit diesem Spielstand hatte Vaud seine Arbeit fürs Erste getan, die Equipe verliess sich fortan aufs Verwalten des Resultats. Lerchenfeld übernahm die Herrschaft auf dem Feld. Regisseur Matthias Hadorn überraschte die Gegner immer wieder mit klugen Pässen. Es schien nur eine Frage der Zeit zu sein, ehe das Heimteam ausgleichen würde. Dass die Bemühungen kein messbares Resultat ergaben, lag am eigenen Unvermögen. In der 17.Minute timte Patrick Baumann einen Freistoss ideal auf Hadorn. Dieser brachte aber das Kunststück zustande, den Ball übers Tor zu befördern. In der 32.Minute durfte Baumann einen Handspenalty treten – und traf das Gehäuse ebenfalls nicht. Lerchenfeld hatte weitere gute Einschussmöglichkeiten, musste aber mit dem 0:1 in die Pause. «Und in der zweiten Halbzeit ging uns die Luft aus», bilanzierte Trainer Roland Getzmann. Denn physisch, darüber bestand kein Zweifel, waren die Romands den Berner Oberländern haushoch überlegen. Mit dem zweiten Tor in der Nachspielzeit untermauerten sie zudem ihre Lektion punkto Effizienz. «Es ist ärgerlich, verpassten trotz besten Torchancen wir den Ausgleich», sagte Getzmann. Gross ins Gericht gehen mochte er mit seinen Leuten aber nicht. «Wir haben gut gespielt, doch das hat diesmal nicht gereicht.» Nur zu gerne hätte Lerchenfeld mit einem Sieg für etwas mehr Spannung in der Meisterschaft gesorgt. Wie acht andere Teams gelang es jedoch auch dem Thuner Quartierverein nicht, die ambitionierten Westschweizer zu bezwingen. Stephan Dietrich>

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