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Vier Reaktorblöcke ausser Kontrolle: Wasser spritzen unter Lebensgefahr

AtomkatastropheIm AKW Fukushima 1 befinden sich vier Reaktorblöcke ausser Kontrolle. Die Kühlungsversuche haben eine Stabilisierung, aber keine Besserung der Lage gebracht.

In seinem gestrigen Bulletin über die Lage im AKW Fukushima 1 meldet das Japan Atomic Industrial Forum, dass nach wie vor eine unmittelbare Gefahr durch die Beschädigung von Brennstäben insbesondere in den Abklingbecken ausserhalb der Schutzhülle von Block 3 und 4 bestehe. Die Betreiberfirma Tepco vermeldet, dass der Einsatz von Wasserwerfern an Reaktor 3 bislang erfolgreich verlaufen sei. Es sei Dampf aufgestiegen, folglich hätten die Wasserwerfer das Becken mit den Brennstäben getroffen, zitierte die Nachrichtenagentur Kyodo einen Tepco-Sprecher. Die Strahlungsbelastung stieg zwar von 3,7 auf 4 Millisievert pro Stunde. Dies sei jedoch einkalkuliert, da durch das Verdampfen von Wasser am stark erhitzten Druckbehälter zusätzlich radioaktive Partikel in die Luft gewirbelt werden. Weniger optimistisch klang da das Bulletin des Japan Atomic Industrial Forum: Die Wirkung der Kühlversuche müsse überprüft werden. Es ist folglich damit zu rechnen, dass die AKW-Techniker, Soldaten, Polizisten und Feuerwehrleute bei ihren Einsätzen einer hohen Strahlenbelastung ausgesetzt sind. In den Abklingbecken von Block 3 und 4 droht eine unkontrollierte Kettenreaktion durch ungeschützte Brennelemente, welche ein Austreten grosser Mengen von Radioaktivität und das Schmelzen der Brennstäbe zur Folge hätte. Bisher ist es nicht gelungen, die Stromversorgung in Fukushima wieder einzurichten. Tepco hat für heute in Aussicht gestellt, ein Starkstromkabel in Betrieb zu nehmen. Ob damit die Pumpsysteme zur internen Kühlung ihre Arbeit wieder aufnehmen können, ist nicht sicher. asr/sda>

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