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Vladimir Petkovic

Vladimir Petkovic ist auch in der Türkei ausgezeichnet über die Super League informiert. Er liest im Internet täglich mehrere Schweizer Zeitungen und verfolgt auch die Berner Presse genau. «YB wird immer in meinem Herzen sein», sagt Petkovic. «Ich habe in Bern insgesamt eine gute Zeit erlebt und tolle Freundschaften geknüpft.» Wenn es die Zeit zulässt, verfolgt Petkovic über Livestream im Internet sogar die Partien der Young Boys – so sah er auch die 0:1-Niederlage der Berner am Sonntag bei Aufsteiger Servette. «Die Ansprüche bei YB sind immer sehr hoch», sagt Petkovic, «und wenn es nicht läuft,hat es jeder Trainer schwer.» Einen öffentlichen Kommentar über die harzige YB-Spielweise unter seinem Nachfolger Christian Gross lässt sich Petkovic nicht entlocken. Aber dem 48-Jährigen ist nicht entgangen, wie zahlreiche Fans und Beobachter von YB auf einmal mit Wehmut an die Zeit zurückdenken, als Petkovic die Young Boys trainierte. «Ich glaube, die Leute kamen bei uns gerne ins Stadion», sagt Petkovic. «Wir spielten nach vorne und versuchten auch auswärts immer, das Spiel zu gestalten.» Im Rückblick fallen Beurteilungen ja oft milder und positiver aus. Und so sagt Vladimir Petkovic: «Ich verspüre keinen Zorn, weil ich bei YB im Frühling entlassen wurde. Im Gegenteil, ich bin stolz, durfte ich für diesen grossen Verein arbeiten.» Er denke gerne an die Jahre im Stade de Suisse zurück. Bei YB habe er deutlich stärkere Fussballer zur Verfügung gehabt als jetzt bei Samsunspor, sagt Petkovic. «Wir hatten in Bern wirklich eine sehr gute Mannschaft. Es ist bloss schade, hat es mit einem Titel so knapp nicht geklappt.» Vladimir Petkovic liess YB grösstenteils in einem spektakulären 3-4-3-System agieren – und stellte sein Team auch in Europacup-Auswärtspartien offensiv ein und auf. «Wir waren relativ erfolgreich», sagt Petkovic. «Aber den Cupfinal 2009 gegen Sion hätten wir nach der 2:0-Führung niemals verlieren dürfen.» Und er ärgere sich immer noch über die verpasste Meisterschaft vor eineinhalb Jahren im Duell mit Basel – nach grossem Vorsprung. «In der Finalissima gegen den FCB spielten wir nicht gut», sagt Petkovic, «aber wäre alles normal gelaufen, hätten wir da längst Meister sein müssen.» Der Abgang des starken Verteidigers Saif Ghezal in der Winterpause sei damals hart gewesen. «Es gab leider auch sonst einige Unruhe bei uns», sagt Vladimir Petkovic. «Und das war bitter. Wir hätten den Titel verdient gehabt, denn wir waren in dieser Saison insgesamt das beste Team.»fdr>

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